Buchvorstellung: Am Berg – Bergretter berichten über ihre dramatischsten Stunden

Ob Lawinenabgang oder dramatischer Unfall im Gebirge – wenn ein Berggeher in Not ist, rücken sie aus: die Bergretter der Bergwacht. Es sind auf den ersten Blick Menschen wie Du und ich: Lehrer, Schreiner, Maurer, Bodenleger, Schäfer. Eine Ärztin. Eine Almerin. Ein Amtsrichter. Die Jüngste 24. Der Älteste 85.

Am Berg - Bergretter berichten über ihre dramatischsten Stunden (c) millemari Verlag
Am Berg – Bergretter berichten über ihre dramatischsten Stunden (c) millemari Verlag

Sie gehen auf den Berg, wenn andere längst wieder unten sind, um den Vermissten, die Verschüttete, das verletzte Kind zu holen.

Was treibt sie an? Thomas Käsbohrer stellt in AM BERG ihre dramatischsten Einsätze vor. Er macht Menschen und Schicksale hinter der Anonymität des Einsatzes sichtbar und zeigt in Experteninterviews mit Wetterprofis, Lawinenexperten und Psychologen, wie und warum Fehler am Berg passieren.

Dabei sind die Einsätze so intensiv erzählt, dass man als Leser direkt dabei ist, wenn ein Bergwachtler in einer Schlucht etwa nach einem vermissten Mountainbiker sucht.

Erschöpfung, ein falscher Schritt, ein kurzer Augenblick der Unachtsamkeit oder auch Leichtsinn … und aus einer Bergtour wird ein Alptraum. Wenn das passiert, rückt die Bergwacht aus. Im Jahr 2018 allein in Bayern 8000 Mal.

In diesem Buch erzählen Bergwachtler zum ersten Mal über ihre dramatischsten Einsätze, über eigene Fehler und über das Glücksgefühl, einen Vermissten oder Verunglückten zu finden und lebend in einen am Steilhang klebenden Hubschrauber zu heben.

Da ist die Geschichte von dem Mann, der drei Tage auf dem Höllentalferner in einer Gletscherspalte verschwunden war. Und von dem Bergretter, dem er sein Leben verdankt, weil der die Suche nach einem vermissten Unbekannten einfach nicht aufgeben wollte.

Und die Geschichte des Höhlenforschers, zu dessen Rettung sich sechs Nationen zusammentaten. Oder die des Bergretters, der hilflos mit ansehen musste, wie ein erfahrener Kollege in den Tod stürzt. Aber auch die vom Lawinenhund, der seinem Herrchen mit dem Bus nachfuhr.

AM BERG erzählt 33 Bergdramen aus dem Blickwinkel der Bergretter. Welche Risiken sie eingehen, wenn sie sich ins Gelände aufmachen, einen Vermissten gegen jede Wahrscheinlichkeit doch noch lebend zu finden. Erstmals sind sie selbst es, die über ihre Einsätze sprechen. Immer sensibel und doch mit journalistischer Distanz porträtiert Thomas Käsbohrer die Männer und Frauen der Bergwacht, ihre Motivation, ihre Leidenschaft für die Berge und die Momente, in denen selbst sie hilflos waren.

„Dieses Buch schrieb ich für die Männer und Frauen der Bergwacht, die hier ihre Geschichten erzählen“, so Thomas Käsbohrer. „Ihre Arbeit ist selbstlos und ehrenamtlich, daher haben wir uns entschlossen, 25 Prozent des Reinerlöses dieses Buches der Bergwacht zu spenden.“

Über den Autor

Nach dem abrupten Ende seiner beruflichen Karriere im Frühsommer 2014 ändert Thomas Käsbohrer seine Route und steigt auf sein kleines Segelboot LEVJE, mit dem er die Küsten Europas bereist. Vom Manager zum „Kapitän im Wörtermeer“ (Süddeutsche Zeitung)…

Der Journalist und Historiker Thomas Käsbohrer versteht es auf einzigartige Weise, Geschichte und Geschichten zu verweben und hat sich als Chronist unerzählter Leben einen Namen gemacht. Sechs bis neun Monate im Jahr lebt er an Bord seines Segelboots LEVJE. Während seiner Reisen entsteht der Blog marepiu.blogspot.de – einer der meistgelesenen Segel- und Reiseblogs.

Seine Bücher und Filme, darunter „Sturm. Segler über ihre dramatischsten Stunden.“ erscheinen im Verlag millemari. 2018 erschien „Die vergessenen Inseln. Eine Reise durch die Geschichte der Welt“ in Europas größtem Belletristikverlag Penguin/Random House.

Am Berg.
Bergretter über ihre dramatischsten Stunden.
ISBN: 978-3-946014-80-5; PB; 24,95 € [D]
lieferbar auch: Hardcover 39,95€, eBook 14,99 €.

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