Die BRONX ROCK Kletterhalle ist volljährig geworden und lockte zahlreiche Zuschauer nach Wesseling. Ein riesiges Luftkissen war die Hauptattraktion. Es wurde bis zu einer Höhe von 13 Metern geklettert, ohne Seil-Sicherung wie das in den Kletterhallen normalerweise üblich ist. Aber normal war an diesem ereignisreichen Tag nichts in der BRONX ROCK.

BRONX ROCK Kletterhalle feierte 18-jähriges Jubiläum

Zum Volljährig-Werden gehört natürlich auch eine große Party. Volles Programm von früh bis spät bot die älteste Kletterhalle des Rheinlands. Die Hauptattraktion war eine Seltenheit und völlig neu im Sportkletterbereich. Ein 10×10 Meter großes hüpfburgenähnliches Luftkissen füllte fast einen gesamten der drei verschiedenen Hallenbereiche der Bronx Rock aus.

Fotostrecke: Bronx Rock 2012

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Fotos: © Lizzy Geble, Lasse Werner

3,5 Meter ragte das Luftkoloss in die Höhe. Einfach drauf losklettern. Wenn man nicht mehr kann, einfach fallen lassen. Leichter gesagt, als getan. Jeder, der wollte, konnte einmal testen, wie sich die Huber Brüder bei ihren gefürchteten Kletterabenteuern, ohne Seil, fühlen müssen. Nicht, wie gewohnt, am Seil runter gelassen werden, sondern hochklettern und los lassen hieß es für die Teilnehmer.

Ein Wettkampf am frühen Abend wurde für ambitioniertere Kletterer ausgetragen. Die Spannung stieg mit der Stimmung in den Zuschauerrängen. Jeder Kletterer wurde lauthals angefeuert. 13 Meter ging es in die Höhe, ohne am Seil gesichert zu sein. Oben angekommen, gab es ein kleines Podest zum Verschnaufen und schon ging es wieder abwärts.

Jeder Sprung wurde von der Jury zusätzlich bewertet, was die Teilnehmer auf die verrücktesten Ideen kommen ließ. Ein Teilnehmer setzte sich auf das Podest und las in einer Zeitung. Ein weiterer machte einen Salto in die Tiefe. "Die ganze Halle bebte, das Publikum hat sich bei den Sprüngen kaum noch eingekriegt", sagte Lasse Werner, Mitveranstalter des Events.

Den ersten Platz im Wettkampf sicherte sich Jonas Winter und verwies überraschend Alexander Wurm, Bruder der mehrfachen Deutschen Boulder-Meisterin Juliane Wurm, in einem atemberaubenden Finale auf den 2. Platz. Die einzige Dame, Lara Hojer, im Wettkampf errang den vierten Platz, bei gleicher Wertung: "Ich war so voller Adrenalin, als ich da hoch stieg. Ich hätte nicht gedacht, dass ich noch so weit komme. Ich wollte eigentlich nur noch runter und nicht höher."

Der Tag bot nicht nur ambitionierten Kletterern großen Spaß, sondern auch Familien kamen auf ihre Kosten, sogar ohne Kletterkünste. Durch kleine Spiele und Kniffeleien war von klein bis groß für jeden was dabei. Im Teamduell traten zweier-Gruppen gegeneinander an und behaupteten sich in verschiedenen Disziplinen.

So stürmten die Teilnehmer zum Beispiel Hand in Hand dem Topgriff entgegen, oder mit Eispickeln die Wand hinauf. Möglichkeiten die wirklich Spaß machten und die eine willkommene Abwechslung zu gewöhnlichen Veranstaltungen waren.

"Das war ein würdiger Geburtstag für die BRONX ROCK, der mir sehr viel Spaß gemacht hat" gab sich Markus Zöll stolz einer der beiden Väter dieser Kletterhalle zu sein. Und auch Herbert Büttgen fand "Das war ein geiles Event." und bedankte sich ganz herzlich bei "allen Kunden, ehemaligen Kunden und zukünftigen Kunden", die wirklich eine tolle Atmosphäre geschaffen haben.

Jeder Wettkampf wurde mit großen Preisen gekürt. Am Ende des Tages war jedoch die Luft raus. Sowohl aus den Muskeln der Teilnehmer, als auch aus dem großen Kissen.