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17.08.2004
Weltweite News

3. Rotpunktbegehung der "Direkten Pfeilersüdwand" 7c am Untersberg

Von: Text: Ines Papert, Fotos: Andi Hechenberger


Untersberg / Berchtesgadener Hochthron
"Direkte Pfeilersüdwand" 7c   (Schertlepfeiler)
3. Rotpunktbegehung von Ines Papert am 1.Juli 2004

Im zentralen und höchsten Wandteil der Untersberg- Südwestwand erhebt sich der markante Schertlepfeiler, der mit einer Wandhöhe von 270m durch ein markantes Dach und Rißsystem führt und von Schertle und Steinkötter 1962 überwiegend hakentechnisch erstbegangen wurde (Schwierigkeiten A3, 5+).

In den letzten Jahren entstanden durch aufwendige Sanierungsarbeiten von Richard Koller mehrere moderne alpinen Sportklettereien am Untersberg. 1999 sanierte er in 10- tägiger Alleinarbeit den Schertlepfeiler und machte ihn somit zu einer der schönsten und längsten Freiklettereien in Berchtesgaden.

Während einer Begehung (2001) von mir und Renate Schertle, der Tochter des Erstbegehers, entstand in mir der Wunsch, diese Route eines Tages rotpunkt (freikletternd- d.h. die Bohrhaken nur als Absicherung, und nicht zur Fortbewegung zu verwenden) zu durchsteigen.

Aber erst seit meiner Rotpunktbegehung der "Symphonie de Liberte" 8a an der Eigernordwand (2003) wußte ich, daß ich der anhaltenden Schwierigkeit des Schertlepfeilers gewachsen war.

Ende Juni diesen Jahres stand ich bereits das sechste Mal (über mehrere Jahre verteilt) vor dieser hohen Wand. Aber erstmals mit der notwendigen Entschlossenheit, es rotpunkt zu schaffen. Und ich war nur wenig entfernt von meinem Ziel, denn die Schlüssellänge 7c (8.Seillänge) gelang mir sofort, jedoch beim 4. Versuch in der 12. Seillänge (7b+) verließ mich endgültig die Kraft.

Nur drei Tage später

am 1. Juli 2004 gelang mir in 6 Stunden die 3. Rotpunktbegehung des Schertlepfeilers und gleichzeitig die erste Damenrotpunktbegehung J

Pünktlich mit einer Schlechtwetterfront und 2- tägigem Dauerregen erreichte ich gemeinsam mit Flo Hänel um 16.30 Uhr den Ausstieg.

Die Schwierigkeiten bewegen sich  vorwiegend im achten und neunten Grad.

Der Untersberg war für mich eine optimale Vorbereitung auf die bevorstehende Alpinsaison, die wettertechnisch hoffentlich mehr verspricht. So möchte ich bis zum Winter noch das ein oder andere Projekt verwirklichen.

Dank der Unterstützung meiner Sponsoren

  • Black Diamond
  • Arcteryx
  • Lowa
  • Ortovox
  • Julbo
  • Gore-Tex
  • Five Ten
  • Renault-Autohaus Benischke

stehen mir neben der notwendigen Zeit auch die optimale Ausrüstung zur Verfügung.

Link:
Seite von Ines Papert

 

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13 Kommentare [ anzeigen | verbergen ]
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Schwerkraft
26.08.2004 10:51 Uhr
Wer weiss hier schon, wie die Tour an den Schlüsselpassagen abgesichert ist und wie oft Frau Papert diese Stellen vor dem rp gecheckt hat. Ist mir aber eigentlich egal, solche Berichte finde ich trotzdem oK und würde ich gerne öfter hier lesen!
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Team_Colodri
21.08.2004 09:49 Uhr
Macht Euch mal locker Jungs.
Erstens gibt es (leider) gar nicht so viele Mädels die ne´ alpine 7c punkten und zweitens würdet Ihr Eure Sponsoren auch an jeder Stelle einstreuen (wenn Ihr gut genug klettern würdet, um nen´ Sponsor zu finden - geschweige den acht)...
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Annapanna
21.08.2004 09:49 Uhr
Ich denke es ist ein riesen Unterschied, ob ich eine 7c im Sportklettergebiet steige oder eine alpine Mehrseillängentour mit entsprechender Absicherung klettere. Und da gibt es bestimmt nicht so viele Frauen, die so etwas machen und drauf haben. Insofern sind solche Leistungen für Sponsoren sicher interessant. Eine 7c im Klettergarten schon lange nicht mehr.
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Stoffei
21.08.2004 09:49 Uhr
Ich finde ihr seid jetzt etwas unfair. Zum ersten klettern von "dem Dutzend" Mädels bestimmt einige nur in der fränkischen 7c und - bei allem respekt - es gibt in der fränkischen definiv einige 7c´s, wo Frauen mit dünnen Fingern vorteile haben, weil sie in bestimmte Löcher einen Finger mehr reinkriegen. Nun solltet ihr euch mal überlegen, welche dieser Dutzend Mädels auch auswärts eine 7c klettern können, da bleibt sicher nur noch Hälfte. Dann überlegt weiter, wer von diesen eine 7c noch ohne ausbouldern im Toprope und dann noch bei Hakenabständen deutlich über 3 Metern klettern kann. (Oder anders gefragt, wie viele Mädels haben die Rauchende Bolts schon ohne ausbouldern im Toprope geklettert).
Übrigens, Ines hat bereits etliche 10-en in diversen Gebieten geklettert!
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Yo
21.08.2004 09:48 Uhr
@UR: Sicher braucht mann keine 8 Sponsoren, um 7c zu klettern. Frau schon eher, und wenn sich das Ganze dann noch alpin abspielt, macht das keine(r) mal eben nebenher. Außerdem: Die Ines Papert ist auch schon 8a alpin geklettert, im Klettergarten ist noch etwas mehr drin, und schließlich ist sie so ziemlich die weltbeste Eis- und Mixedkletterin. Soviel zu den Sponsoren. All das sollte einem interessierten Medienrezipienten aber eigentlich nicht entgangen sein...
Sers, Jo
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Alexander
21.08.2004 09:48 Uhr
Kletterer klettern nur so aus Spaß (trainieren nie), vergleichen sich nie mit irgend jemand anderen, sind todesmutige (also zu bewundernde) Helden der Vertikalen und dürfen deshalb auch kein Geld dafür erhalten. Teilweise gibts dann auch von Gott begnadete Helden der Vertikalen, die irgendwie immer 11er klettern können.
Genau.
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ATG
19.08.2004 17:04 Uhr
War lediglich der Versuch eines Scherzes ob deiner famosen Orografie (oder Ornitologie???) – allein:vergiss es!
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Dani
19.08.2004 16:12 Uhr
???
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ATG
19.08.2004 15:26 Uhr
also hoch mal her Dani: wenn das nicht duzende Mädels machen, wer dann? Siezende wohl nicht und sitzende auf gar keinen Fall.
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Dani
19.08.2004 13:44 Uhr
Wenn das ständig duzende Mädels machen warum bekomme ich dann hier nicht einen Haufen solcher Artikel zu lesen???
- Diskussion darüber im Forum angezettelt
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Frosty
19.08.2004 11:20 Uhr
also daniel--das is doch totaler bullshit gibt nen ganzen haufen mädels die 7c`s auch ohne sponsoren klettern können.
mal davon abgesehen das sich die sponsoren- leistung meist auf bischen ausrüstung beschränkt--glaub also kaum das ,dass besondere auswirkung auf die leistung der im klettersport gesponsorten leute hat.
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Dani
18.08.2004 11:03 Uhr
Das führt dahin, dass du auch weiterhin solche Erfolgsmeldungen zu lesen bekommst. Denn nur dank Sponsoren ist es Spitzenkletterern möglich, sich ganz auf ihren Sport zu konzentriern und solche Leistungen zu bringen. Logisch, dass die dann auch genannt werden wollen (und das meiner Meinung völlig zu Recht, denn immerhin haben sie eine ganze Menge Kohle in den Sportler und seine Leistung investiert-sicher mehr als für eine schöne Anzeige nötig gewesen wäre). Wenn du im Fernsehn Olympia schaust oder Tour de France oder so was musst dir auch kurz anhören wer die ganze Sache bezahlt. Also ist es wohl nicht zuviel verlangt über den Absatz mit den Sponsoren drüberzulesen wenns dich nicht interessiert.
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takuan
18.08.2004 10:05 Uhr
Sicher eine gute Leistung, aber die Sponsorenauflistung ist, gelinde gesagt, lästig. Wo führte das hin, wenn jede Erfolgsmeldung mit einer Sauce an Werbeslogans serviert würde...
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