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25.11.2007
Allgemeine News

Studie zum Risikoprofil vom reinen Sportklettern

Von: Text: PD Dr. med. Volker Schöffl, Cand. med. Alexander Neuhof

Liebe Kletterer,

Klettern ist ein faszinierender Sport – leider birgt er aber auch gewisse Risiken. Diese Risiken – so denken wir und so denkt ihr wahrscheinlich auch - sind vertretbar und nicht höher als bei vielen anderen Sportarten. So weit so gut. Damit können wir alle umgehen es sei denn wir versuchen uns eine Lebens-, Unfall- oder Berufsunfähigkeitsversicherung zuzulegen.

Viele dieser Versicherungen bewerten Sportklettern als Risikosportart und setzten Euch entweder sehr hohe Versicherungssummen vor oder versichern Euch eventuell gar nicht. Leider ist dieser Trend zunehmend. Die Argumente der Versicherungen sind dabei auf keinerlei Studienlagen oder harte Daten zurückzuführen. Eine kontrollierte Studie zum Risikoprofil vom reinen Sportklettern liegt nicht vor.

Hier möchten wir einhaken und diese Daten erheben. Dann kann unsere Sportart mit anderen neutral verglichen werden und das könnte jedem von uns persönlich nutzen. Hierzu sind wir natürlich auf Eure Mithilfe angewiesen und bitten um genaue Ausfüllung des Fragebogens. Wir versichern Euch, dass diese Angaben nicht an dritte Personen weitergereicht werden. Die persönlichen Daten werden nach Auswertung der Studie gelöscht.

Nehmt Euch also bitte etwas Zeit und beantwortet die Fragen möglichst sorgfältig. Ziel ist es Unfälle beim Sportklettern und Bouldern in Klettergärten zu erfassen. Als Unfall definiert ist eine körperliche Verletzung welche einen sofortigen Arztbesuch (innerhalb von 24 Stunden) nach sich zieht (z.B. Bänderriß am Sprunggelenk, nicht chronische Überlastungen oder ähnliches).

Nachtrag vom 26.11.2007

Liebe Kletterfreunde,

besten Dank für die vielen Rückmeldungen bzgl. der Risikostudie und die vielen Vernetzungen mit euren Seiten. Leider gibt es hier ein zunehmendes Problem, so dass der Fragebogen falsch verstanden wird.

Ziel unserer Studie ist es vor allem das Unfallrisiko pro 1000 Stunden Expositionszeit, dh. pro 1000 h Kletterzeit (Inkl. Sichern... siehe Bogen) herauszufinden und nicht nur was für Unfälle passieren!

Das heist im Klartext auch wer keinen Unfall hat möge bitte bitte den Bogen ausfüllen, sonst wird die Auswertung komplett verfälscht.

Für uns zählt es das wir möglichst viele Bögen erhalten, egal ob mit oder ohne Unfällen.

Herzliche Grüße Volker

Zu dem Fragbogen kommt Ihr über folgenden Link:
www.equestionnaire.de

Vielen Dank für Eure Mitarbeit!

PD Dr. med. Volker Schöffl
Mannschaftsarzt Nationalkader Klettern
Oberarzt Klinikum Bamberg
MedCom UIAA
volker.schoeffl@t-online.de

Cand. med. Alexander Neuhof
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen
AlexanderNeuhof@yahoo.de

 

Hueco Tanks 1993

Hueco Tanks 1993

Kategorie Unfall:
Der Webmaster 1993 nach einem Griffausbruch in Hueco Tanks, USA

 

 

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17 Kommentare [ anzeigen | verbergen ]
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Harri
05.12.2007 18:19 Uhr
Auf bergsteigen.at steht der Fragebogen jetzt auch. Aber genauso wie hier steht im Text erstmal "Ziel ist es Unfälle beim Sportklettern und Bouldern in Klettergärten zu erfassen." Wer keinen Unfall hatte hört da evtl. schon auf zu lesen. Vielleicht hätte man sich vor dem Start einer Studie erstmal beratem lassen sollen, wie man sowas macht.
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Joachim
04.12.2007 16:42 Uhr
[quote=**b.m.w. schrieb am 03.12.2007**] hast du es anstelle des "," (Kommas) mal mit nem "." (Punkt) versucht? ;-) [endquote]

Dann sollte ich mir den Vorspann vielleicht mal ausführlich durchlesen anstatt das zwischen Tür und Angel anzufangen und auf Selbsterklärung zu hoffen... :-)
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dings
04.12.2007 16:42 Uhr
Die Gruppe der Leute die den Fragebogen ausfüllen ist doch gleich mehrfach vorselektiert. (Internet-User, Kletterwebsite-Leser, Unfall-Interessierte (!), u.s.w...)
Im Grund bleibt fast jeder aussen vor, den Unfälle nicht interessieren weil er damit bisher nicht in Berührung gekommen ist.

Wie soll da ein statistisch wasserdichtes, bzw. ein auch nur näherungsweies verwertbares Ergebnis entstehen??

Wozu wird eine Studie durchgeführt wenn sie nicht ernsthaft verwertbar ist?
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Puc
03.12.2007 14:02 Uhr
ich hatte zu Anfang das Problem, daß ich überlesen hatte, daß es um Klettertage pro Woche in einem bestimmten Zeitraum von 6 Monaten geht. D.h. man muß den Durchschnitt selbst ausrechnen und dann eintragen. Das ist logisch und müßte jedem der Textaufgaben in der Grundschule gelernt hat, möglich sein. Daß man Nachkommastellen bei diesem Fragebogen mit "." trennen soll, ist im Vorspann erklärt. Ich konnte den Fragebogen auch problemlos ausfüllen, obgleich ich in den letzten 5 Jahren keine Unfall (nach der Definition des Fragebogens) erlitten hatte. Auch was ein Unfall, vermutl. nach Ansicht des Versicherungswesens ist (?), wird auf Seite 1 (unten) des Fragebogens klar definiert. Hier ist die Aussage "eine ärztliche Behandlung innerhalb von 24 Stunden nötig" leitend. Denn das trifft, egal ob man schon nach 24 Stunden beim Arzt war oder nicht, auf sehr viele Überlastungsschäden, (insbesondere an den Fingern), nach meiner Erfahrung nicht zu, sprich sehr viele Überlastungsschäden können auch nach zwei oder drei Tagen noch ausreichend gut behandelt werden. Ein Verständnisbeispiel: Die weit verbreiteten Überlastungen der Skelett- und Muskelstrukturen im Rücken in Folge länger (nicht vernünftig?) ausgeübten Golfsportes treten nicht selten nach einem Training so stark auf, daß ein rel. schneller Arztbesuch innerhalb von 24 Stunden notwendig ist um z.B. die folgenden Tage normal weiter arbeiten zu können. Dennoch käme kein Mensch darauf, diese schöne Techno-Sportart, der ev. nicht wenige Manager aus der Versicherungsbranche nachgehen, in den Bereich "Risikosportart" einzuordnen.

An sich, denke ich, dürfte das Ergebnis schon aussagekräftig sein, vorausgesetzt der Fragebogen wird auch massenhaft von Leuten ausgefüllt, die in den letzten 5 Jahren keinen Unfall hatten. Es geht darum von der stigmatisierenden, kostenverursachenden und meiner Ansicht nach auch falschen Begrifflichkeit "Risikosportart" wegzukommen. Die Umfrage könnte ein Baustein dazu sein...
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b.m.w.
03.12.2007 08:20 Uhr
hast du es anstelle des "," (Kommas) mal mit nem "." (Punkt) versucht? ;-)
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Joachim
02.12.2007 19:03 Uhr
@pr: genau das geht eben nicht (z.B. 0,5 Tage angeben). Zumindest nicht mit meinem Browser.
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pr
01.12.2007 16:03 Uhr
@Joachim: Du kannst z.b. 0.5 Klettertage pro Woche angeben, wenn du nur jede zweite Woche gehst.
@Tobi: Ich glaube, da hast du die Studie nicht ganz begriffen. Es geht sehr wohl auch um die Leute, die noch nie einen Unfall hatten. Wie sonst soll ein Risiko pro 1000 Stunden Sportausübung ermittelt werden können?
Ich halte sowohl den Aufbau des Fragebogens als auch die Anleitung dazu für dürftig. Sieht man ja auch an der Diskussion hier.
Auch dass nur nach Unfällen gefragt wird wundert mich. Wäre ich ein Versicherer und würden mir die Ergebnisse als harte Daten präsentiert werden, würde ich kontern: "Sorry Jungs, kann ich nicht akzeptieren. Ihr könnt mir nicht beweisen, dass durch chronisch überlastete Schultern, Knie, Finger usw. kein erhöhtes Risiko für Eintreten eines Versicherungsfalles besteht." Ich persönlich klettere seit 26 Jahren, hatte einen Unfall und sieben Probleme an unterschiedlichsten Gelenken wegen Überlastung, die teilweise aufwändige medizinische Betreuung nach sich zogen. Unter ungünstigen Umständen ist man da auch schnell bei der Berufsunfähigkeit.
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Joachim
01.12.2007 13:18 Uhr
Der Fragebogen ist in der Anlage leider nicht durchdacht. Es ist z.B. nicht möglich, weniger als einen Klettertag/Woche anzugeben. Für die Mehrzahl der Kletterer (insbesondere Gelegenheitskletterern oder Leute, die eben in der Halle oder alpin unterwegs sind) ist es aber sicher realistisch, von weniger als einem Tag/Woche im Durchschnitt auszugehen (v.a. im Winter). Schade.
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dings
01.12.2007 13:17 Uhr
mmh, bei mir gings da aber bei klick auf "next" nicht weiter....

[quote=**achtminus schrieb am 28.11.2007**] hab halt einfach alle unfallformulare übersprungen, da ich noch nie einen unfall hatte...so könnte man das machen, ganz ohne auswahlmöglichkeit [endquote]
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Tabas
01.12.2007 13:17 Uhr
[quote=**pr schrieb am 28.11.2007**] Ist oft so bei Fragebögen, die ganzen Möglichkeiten für Mißverständnisse fallen hinterher erst auf...
Ist ein gerissenes Ringband nun ein Unfall oder ein nicht anzugebender Überlastungsschaden? Wie siehts mit Arztbesuch wegen Entzündung aus? [endquote]
Ja, es ist ein Unfall. Wenn ein Ereignis von aussen(Unfall) dazu beigetragen hat, schon.
Generell versteht Ihr glaube ich den Fragebogen und die Studie teilweise falsch.
Es geht hier bei nur um Unfälle und nicht ob ihr glücklicher Weise noch keine hattet, es sollen wahrscheinlich eine statistische Dokotorarbeit geschrieben werden.
Mit dem Fragebogen verhällt sich das so. Normaler weise bei Studien wird gefragt ob man ein Ereignis hattet oder nicht. Kreuzt man nein an springt eine andere Seite auf, als mit ja. Deswegen wenn du keinen Unfall angibst kommt auch die Seite nicht mit den Angaben. Logisch,oder?
Grüße Tobi
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Lothar
01.12.2007 13:16 Uhr
Ein Feld, wo man explizit ankreuzt, dass man in den letzten 5 Jahren keinen Unfall hatte, wäre sicher sinnvoll gewesen. Sonst besteht die Gefahr, dass jemand abbricht, was die Statistik verfälscht, oder dass jemand einen älteren Unfall beschreibt um irgendwas zum Ausfüllen zu haben. Für mich wird das Ergebnis nur bedingt aussagekräftig sein.
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achtminus
28.11.2007 19:30 Uhr
hab halt einfach alle unfallformulare übersprungen, da ich noch nie einen unfall hatte...so könnte man das machen, ganz ohne auswahlmöglichkeit
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pr
28.11.2007 19:30 Uhr
Ist oft so bei Fragebögen, die ganzen Möglichkeiten für Mißverständnisse fallen hinterher erst auf...
Ist ein gerissenes Ringband nun ein Unfall oder ein nicht anzugebender Überlastungsschaden? Wie siehts mit Arztbesuch wegen Entzündung aus?
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dings
28.11.2007 19:30 Uhr
Der Fragebogen lässt sich offensichtlich nur ausfüllen wenn man auf Seite 2 Angaben zu einem Unfall macht, sonst gehts nicht weiter.

Wie sollen dann bitte - wie oben aufgefordert - Leute den Bogen ausfüllen die keinen Unfall hatten???
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langerheinz
28.11.2007 10:59 Uhr
Denke auch dass es darum geht, wie oft was passiert - aber ich habe in Eurem Fragebogen die Ankreuzmöglichkeit - dass kein Unfall passiert ist - nicht gefunden. Brauch ich jetzt auch ne C U - ihr wisst ja die um die Ecke sehen.
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Harri
28.11.2007 10:59 Uhr
Im Grunde eine gute Idee, nur hätte man sich etwas mehr Mühe mit der Vorbereitung geben können. Jetzt im Nachhinein Infos nachschicken, spricht nicht für einen wissenschaftlichen Ansatz. Allzu aussagekräftig wird das Ergebnis daher vermutlich nicht sein. Schade.
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Frankenjogger
26.11.2007 13:51 Uhr
Bei mir ging eine weitere Mail von Volker Schöffl ein, die glaube ich wichtig ist. Deshalb gebe ich deren Inhlat hier wieder:

Liebe Kletterfreunde,

besten Dank für die vielen Rückmeldungen bzgl. der Risikostudie und die
vielen Vernetzungen mit euren Seiten. Leider gibt es hier ein
zunehmendes Problem, so dass der Fragebogen falsch verstanden wird. Ziel
unserer Studie ist es vor allem das Unfallrisiko pro 1000 Stunden
Expositionszeit, dh. pro 1000 h Kletterzeit (Inkl. Sichern... siehe
Bogen) herauszufinden und nicht nur was für Unfälle passieren!

Das heist im Klartext auch wer keinen Unfall hat möge bitte bitte den
Bogen ausfüllen, sonst wird die Auswertung komplett verfälscht.

Für uns zählt es das wir möglichst viele Bögen erhalten, egal ob mit
oder ohne Unfällen.
Evtl. könnt ihr dies ja bitte noch weiter vermitteln.
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