Auf www.bergsteiger.de ist folgende Meldung zu lesen:
Eine Sensation im Sportklettern: Das größte Dach der Welt – das sog. »Baur-Dach« in der Nordwand der Westlichen Zinne, ist frei möglich! Den Beweis trat Alexander Huber an, indem er erst etwas links, dann etwas rechts der Bohrhakenlinie von 1968 (G. Baur und die Brüder Walter und Erich Rudolph, A3) eine frei kletterbare Linie durch das insgesamt mehr als 40 Meter weit ausladende Dach fand.

Insgesamt verbrachte Huber 19 Tage in der Route, einschließlich der Einbohr-Arbeiten, bis ihm am 26. Juli die erste Rotpunkt-Begehung gelang. Es handelt sich dabei um höchst athletische Kletterei meist in der Waagrechten an Leisten und (erstaunlicherweise) Grifflöchern, die in spektakulären Bewegungen miteinander verbunden werden müssen; zudem – so Alexander – ist die Absicherung mit Bohrhaken »äußerst sportlich«.

Das eigentliche Dach besteht aus zwei Seillängen, da Huber nach etwa 2/3 des Daches in einem Winkel einen »no hands rest« fand, wo er einen Standplatz einrichtete. Sein Bewertungsvorschlag für die neue Route lautet 8c, was einem unteren XI. Grad nach UIAA bedeutet. Damit ist das frei gekletterte »Baur-Dach« ähnlich schwierig wie die Huber- Erstbegehung »Bellavista«, die weiter links durch die Dachzone leitet.

Zweifelsfrei aber ist diese neueste Huber-Kreation mit Sicherheit die eindrucksvollste Sportkletterroute auf der Welt; es gibt keine Felsformation weltweit, die ähnlich spektakulär ist wie der gewaltige Dachausbruch in der Nordwand der Westlichen Zinne. Alexander Huber: »Für mich bedeutet die freie Durchsteigung des ›Baur-Daches‹ ein Endpunkt!«

Siehe auch:
www.bergsteiger.de
www.huberbuam.de
www.heinzzak.com

Alex Huber

Alex Huber