Beim Pressefrühstück zum Alpinsymposium 2015 in Berchtesgaden (von links): Erster Polizeihauptkommissar Günther Adolph, Leiter der Polizeiinspektion Berchtesgaden, Bürgermeister Franz Rasp, Kuratoriumsvorsitzender Roland Richter und Peter Wiesent, Alpinbeauftragter der Bayerischen Polizei. (c) Bayerisches Kuratorium für alpine Sicherheit
Beim Pressefrühstück zum Alpinsymposium 2015 in Berchtesgaden (von links): Erster Polizeihauptkommissar Günther Adolph, Leiter der Polizeiinspektion Berchtesgaden, Bürgermeister Franz Rasp, Kuratoriumsvorsitzender Roland Richter und Peter Wiesent, Alpinbeauftragter der Bayerischen Polizei. (c) Bayerisches Kuratorium für alpine Sicherheit

Schirmherr ist der Bayerische Staatsminister des Innern, für Bau und Verkehr, Joachim Herrmann. Die Veranstaltung richtet sich Freitagnachmittag speziell an Fachpublikum und interessierte Sportkletterer. Ein Vortrag von „Huaberbua“ Thomas Huber um 20 Uhr und der Samstag sind jeweils bei freiem Eintritt für die interessierte Allgemeinheit offen.

„Ziel ist einerseits die Prävention und anderseits, Netzwerke zu schaffen“, sagte Roland Richter, der Vorsitzende des Kuratoriums bei einem Pressefrühstück am Donnerstag, 26. März, im Haus der Natur in Berchtesgaden. Ins Leben gerufen haben das Kuratorium die Bayerische Polizei, die Justiz, die Bundeswehr und das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr.

Die Netzwerke sollen sich langfristig über Europa spannen, mit dem Österreichischen Kuratorium für Alpine Sicherheit besteht bereits guter Kontakt. Peter Wiesent, Alpinbeauftragter der Bayerischen Polizei, sagte: „Wir verstehen uns als übergeordnete Institution aller alpinausbildenden Verbände. Es geht darum, für mehr Sicherheit im alpinen Geschehen zu sorgen.“

Das betrifft alle Sportarten, das Alpinsymposium 2015 widmet sich jedoch speziell dem Sportklettern. „Jeden Monat eröffnet in Deutschland eine Kletterhalle“, erklärte Wiesent. Klettern findet inzwischen in zahlreichen Kletterhallen und an Kletterwänden, auch in den Schulen, statt. „Sportklettern ist ein Breitensport geworden.“

Mit der Masse der Kletterer steigt naturgemäß die Zahl der Unfälle. Das Kuratorium wertet laut Wiesent Unfalldaten aus. Daraus ziehen die Spezialisten Schlüsse, wo in der Ausbildung nachgebessert werden muss, geben aber auch Herstellern Hinweise, wo an Anlagen und Ausrüstungen weiter nachgebessert werden könnte.

Bürgermeister Franz Rasp bezeichnete den Markt Berchtesgaden mitten in den Bergen des Berchtesgadener Landes als prädestiniert als Veranstaltungsort für das Alpensymposium. „Bei uns ist das kein Trockenschwimmen, hier sind die Informationen aus der Praxis für die Praxis. Von der Halle bis zum anspruchsvollen Klettersteig am Berg haben wir hier alles.“ Die Bergwacht Berchtesgaden sei mit jenen in Garmisch-Partenkirchen und Oberstdorf eine der leistungs- und einsatzstärksten in Bayern.

Rasp sagte weiter: „Wir brauchen eine starke Organisation im Hintergrund.“ Das Alpensymposium nennt er in seinem Grußwort eine „ideale Gelegenheit, sich über Risikomanagement auszutauschen und neue Impulse aufzunehmen“.

Das Alpinsymposium 2015 beginnt am Freitag, 24. April, um 13.30 Uhr mit einem nicht öffentlichen Teil, die Vorträge richten sich an das Fachpublikum, zum Beispiel Richter, Staats- und Rechtsanwälte, Lehrer, Bergführer und Trainer C Sportklettern, Bergsteigen etc. und interessierte Sportkletterer/-innen. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Nach der Begrüßung durch Roland Richter und des Schirmherrn, Innenminister Joachim Herrmann, stehen folgende Referate auf dem Programm: 14.15 Uhr Klettern im Schulsport, 15 Uhr Bau künstlicher Kletteranlagen, 16 Uhr Sicherheit und Verhalten in Kletteranlagen, 16.30 Uhr Veranstaltungsmanagement am Beispiel 24 Stunden Spendenklettern in Berchtesgaden und 17.30 Uhr Risikokultur im Bergsport.

Um 20 Uhr spricht Extremkletterer Thomas Huber über „Motivation Erfolg“, der Eintritt ist frei, Spenden zugunsten der Bergwacht Berchtesgaden sind erbeten. Der Vortrag ist öffentlich.

Weiter geht der öffentliche Teil am Samstag, 25. April, von 8 bis 14 Uhr mit einer kleinen Messe, die Vorträge beginnen um 9 Uhr mit dem Thema Sportklettern aus rechtlicher Sicht. Weiter geht es um 10 Uhr mit Unfallaufnahme in Sportkletterhallen, um 10.45 Uhr Therapeutisches Klettern, 12.15 Uhr Bergunfälle und Versicherungsschutz und um 12.45 Uhr folgen die Schlussworte.

Der DAV lädt um 14 Uhr noch ins Bergsteigerhaus Ganz zum Workshop Therapeutisches Klettern ein. Im Außen- und Innenbereich des Kongresshauses sind an beiden Tagen zwei mobile künstliche Kletteranlagen aufgebaut.

Nähere Informationen und das Anmeldeformular finden sich unter www.alpinesicherheit.bayern