Aus Bonn und Beckum, Duisburg und Dortmund, aus Siegburg, dem Siegerland und dem Hochsauerland kommen die Männer und Frauen, von denen sechs im kommenden Jahr den Alpinkader des DAV-Landesverbands Nordrhein-Westfalen stellen.

Erster Sichtungslehrgang des Alpinkaders NRW 2016 (c) Nicolas Altmaier
Erster Sichtungslehrgang des Alpinkaders NRW 2016 (c) Nicolas Altmaier

Aus 19 Bewerberinnen und Bewerbern wählte das Ausbilderteam des Alpinkaders NRW Anfang Juli in einem dreitägigen Sichtungslehrgang die stärksten aus.

Vier Frauen und 15 Männer mussten sich am ersten Tag im Klettergebiet Ettringer Lay an cleanen Routen im oberen Schwierigkeitsgrad beweisen. Neben Sichern und Technikkönnen prüften die Trainer bewusst das Verhalten und die Nervenstärke der Bewerber in Touren ab, bei denen sie an ihre Grenzen stießen.

Auch auf das soziale Miteinander am Fels und im Klettergarten achteten die Ausbilder. Schließlich soll am Ende ein Team stehen, das auch unter maximaler Belastung und hohem Stress noch sehr gut funktioniert.

Fotostrecke: Erster Sichtungslehrgang des Alpinkaders NRW 2016

Belastungstest Konditionsparcours

Am zweiten Tag wartete ein Crosstrail-Parcours durch die Eifel auf die Athleten. Auf einer Laufstrecke von insgesamt zehn Kilometern und etwa 650 Höhenmetern mussten die Alpinkader-Anwärter unter anderem Seilbrücken überwinden, Slacklines mit Anstieg überqueren, 12-Kilo-Rucksäcke über mehr als 150 Höhenmeter hinauf-, hinab- und wieder hinauftragen und fünfzehn Höhenmeter mit Steigklemmen zurücklegen.

Der dritte Tag stand im Zeichen des alpinen Kletterns: In verschiedenen anspruchsvollen Routen zeigten die Männer und Frauen ihr Können beim Vorstieg in klobig-schweren Bergstiefeln, im Umgang mit Steigeisen auf kratzigem Basalt und beim technischen Klettern in den Ettringer Rissen.

Starke Bergsportler mit Durchhaltevermögen und hoher Moral

Das Ausbilderteam, dem unter anderem der Bergführer und DAV-Expedkader-Trainer auf Bundesebene Fritz Miller angehört, wählte aus den 19 Kandidatinnen und Kandidaten die acht stärksten Männer und zwei stärksten Frauen aus.

„Wir konnten außerordentlich starke Kletterer und Bergsportler aus dem durchweg sehr guten Bewerberfeld herausfiltern“, sagte Alpinkader-Projektleiter und -Trainer Charly Langbein. „Diese Athleten überzeugten uns mit ihrer Kondition, ihrem Seilhandling, ihrer Technik, ihrem hohen Kletterkönnen und ihrer Moral in Bezug auf Durchhaltewillen und den Umgang mit herausfordernden Situationen.“

Im nächsten Schritt werden die zehn Alpinkader-Anwärter Anfang September im Donautal in den Bereichen Bergrettung und Sicherungstechniken weiter geschult. Beim letzten Sichtungslehrgang „Eis- und Mixed-Klettern“ im Winter können sich maximal sechs Bewerberinnen und Bewerber für den Alpinkader NRW qualifizieren.

„Wir ermuntern unsere Kandidaten, sich nun zusammenzufinden und gemeinsam zu trainieren“, betont Alpinkader-Projektleiter und – Trainer David Colling. „Wir Ausbilder werden uns auch außerhalb der Prüfungsmodule ein Bild von ihnen machen.“

Die Kandidatinnen und Kandidaten im Einzelnen

  • Lukas Brexler, Sektion Beckum
  • Martin Brückner, Sektion Duisburg
  • Moritz Krämer, Sektion Siegerland
  • Merlin Mannich, Sektion Siegburg
  • Filip Maslanek, Sektion Hochsauerland
  • Sascha Müller, Sektion Bonn
  • Johanna Polarczyk, Sektion Dortmund
  • Sebastian Sarx, Sektion Siegburg
  • Franziska Schwärzer, Sektion Bonn
  • Thomas Tigges, Sektion Hochsauerland

www.alpinkader.de