Der britische Kletterer Leo Houlding war auch auf seiner abenteuerlichsten Expedition erfolgreich: Nach einem harten Kampf gegen extreme Wetterverhältnisse und einem täglichen Rennen gegen die Zeit, erreichte er nach nur einem Monat das Ziel seiner waghalsigen Reise, den Gipfel des Spectre in den "Gothic Mountains".

Auf dem Gipfel des Spectre: Mark Sedon, Jean Burgun und Leo Houlding (c) Berghaus
Auf dem Gipfel des Spectre: Mark Sedon, Jean Burgun und Leo Houlding (c) Berghaus

Um an den Fuß des wohl entlegensten Berges der Welt zu gelangen, musste er zusammen mit seinen Partnern Jean Burgun und Mark Sedon eine 300km lange Strecke durch das raue, eisige Meer aus Fels und Schnee der Antarktis überwinden. Ihre einzigen Hilfsmittel: Snowkites und ein 200kg schwerer Schlitten mit Ausrüstung und Proviant.

Unterwegs machte den Athleten vor allem das unvorhersehbare Wetter, Schneestürme mit Windstärken bis zu 80 Knoten (fast 150 km/h), und klirrende Kälte bei Temperaturen bis -20 Grad Celsius zu schaffen. Allen Widrigkeiten zum Trotz gelang es den drei Männern, den Spectre zu erreichen und nach einer anstrengenden Kletterei am 10. Dezember zu bezwingen.

Der Spectre und die Organ Pipe Gipfel (c) Edmund Stump
Der Spectre und die Organ Pipe Gipfel (c) Edmund Stump

Um Mitternacht kamen sie am Gipfel an und zückten sogleich das Handy, um ein spektakuläres Gipfel-Selfie an Berghaus, den Projekt-Partner der Expedition, zu senden. Das Bild zeigt die drei Männer hoch oben über der atemberaubenden Landschaft der Antarktis. Sie haben geschafft, was noch nie zuvor ein Athlet gewagt hat.

Vor dem Aufbruch kommentierte Houlding: „Ich freue mich auf unsere Reise zum größten „Spielplatz der Welt“. Es gibt eine realistische Chance, dass wir unser Ziel erreichen, auch wenn es bestimmt nicht leicht wird. Neben Zweifeln überwiegt aber die Vorfreude auf ein noch die dagewesenes Experiment!“

Bevor Leo Houlding seinen Erfolg zuhause in Großbritannien feiern kann, wartet eine letzte, große Hürde: der beschwerliche Rückweg zum Ausgangspunkt der Tour, dem Union Gletscher. Die ersten 400km werden die Athleten „zu Fuß“ auf Cross-Country Skiern zurückgelegen, bevor sie für die letzten 1.100km wieder auf die Snowkites wechseln – die schweren Schlitten immer mit dabei. Das Weihnachtsfest werden sie ohne ihre Familien verbringen, dafür aber mit dem Wissen um ihre einzigartige Leistung.

Am Spectre: Leo Houlding und Jean Burgun (c) Berghaus
Am Spectre: Leo Houlding und Jean Burgun (c) Berghaus

„Hinter der Spectre Expedition steckt ein logistisch komplexes und anspruchsvolles Konzept. Es zeigt den Fortschritt des 21. Jahrhunderts und repräsentiert die Richtung, in die Erst-Besteigungen und Abenteuer der Top-Athleten in Zukunft gehen werden“, lobt Bergsteiger-Ikone Sir Chris Bonington. Unterstützt wird Leo Houlding von seinem Ausrüstungspartner Berghaus. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Athleten und Designern gelang es der britischen Marke, Produkte zu entwickeln, die den hohen Anforderungen der Expedition gerecht werden und die Athleten Tag für Tag sicher auf ihrer Reise begleiten.

Weitere Details über die Expedition finden Sie unter www.spectreexpedition.com.

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