Sieger in der Espoir-Wertung Toni Palzer (c) Willi Seebacher
Sieger in der Espoir-Wertung Toni Palzer (c) Willi Seebacher

Über seine zwei Podiumsplätze hinaus holte der beste Deutsche, Toni Palzer vom DAV Berchtesgaden, drei Titel in der Espoir-Wertung (U-23). Der Leistungssportchef beim DAV, Matthias Keller, war begeistert: „Der Teamgeist, die Fairness, die homogenen Leistungen – das ist eine echte Mannschaft!“.

Die Deutschen zeigen disziplinenübergreifend stetig gute Leistungen

Egal ob Sprint, Vertical oder Individual, das deutsche Team mischte ganz vorne mit bei dieser Meisterschaft. Sprintstar Sepp Rottmoser vom DAV Rosenheim verfehlte um nur eine Sekunde den erneuten Weltmeistertitel und landete hinter dem Italiener Roberto Antonioli auf Platz zwei.

„Es war ein kleiner Fehler, der in der letzten Wechelszone im Finale passiert ist“ berichtete dieser nach dem Sprint-Rennen. Antonioli hatte versehentlich Rottmosers Skistock zur Seite geschoben und dem Bayern damit den entscheidenden Rückstand beschert.

Toni Lautenbacher (DAV Tölz) lief im Individual unter die Top 20, kämpfte sich in Sprint und Vertical unter die Top 10 und überraschte so die Trainer und die Fachwelt. Cornelius Unger (DAV Berchtesgaden) bestritt trotz Erkältung sein international bestes Rennen (Sprint Rang 5). Der nachträglich nominierte Alexander Schuster (DAV Trostberg) freute sich über ein erneutes Kräftemessen mit den besten Skibergsteigern der Welt.

Dreimal Weltmeister in der Espoir-Klasse

Für seine U-23-Konkurrenten war Toni Palzer nicht zu stoppen. Er holte im Sprint, im Vertical und im Individual die Espoir-Titel. In seiner Paradedisziplin „Vertical“ stand er zusammen mit Sieger Kilian Jornet (ESP) und dem Italiener Iwan Arnold (Platz drei) auf dem Treppchen. Außerdem holte er die Bronzemedaille im Overall-Ranking der Erwachsenen, das über die gesamte Wettkampfwoche lief.

Pech in der Staffel – trotzdem Rang fünf in der Nationenwertung

In einem spannenden Finale am letzten Wettkampftag reichte es für die deutsche Mannschaft in der Staffel leider nur für Rang sechs. Mehrere kleine Pannen während des Rennens und zwei Stürze von Toni Palzer ließen die Hoffnung auf einen Podiumsplatz schwinden. In der Nationenwertung der gesamten WM reichte es trotzdem für einen sehr guten fünften Platz.

Skibergsteigen als Wettkampfsport

Im Wettkampf-Skibergsteigen geht es für die Athleten nicht nur bergab wie beim Alpinskifahren, sondern auch bergauf. Dafür haben die Skibergsteiger besondere Bindungen, die im Aufstieg frei bewegliche Fersen ermöglichen. Die Athleten treten in fünf Disziplinen gegeneinander an: Sprint, Vertical, Individual, Team und in der Staffel (Relay).

Live-Informationen aus Verbier auf facebook/germanskimounteneeringteam. Alle Ergebnisse und Weltcuprankings unter www.ismf-ski.org. Die Deutsche Nationalmannschaft im Skibergsteigen wird unterstützt von maloja, Riap Sport, Alpina, Atomic, La Sportiva, Leki, Pomoca, Roeckl, Scarpa und Ski Trab.