Wie die "Himalayan Times" berichtet, wurde der Schweizer Extrembergsteiger Ueli Steck (40) bei einem Unfall in der Nähe von Camp II am Mount Everest am Sonntagmorgen getötet. Mehrere Quellen im Basislager des weltweit höchsten Gipfels haben dies bestätigt.

Ueli Steck tödlich am Mount Everest verunglückt (c) Archiv Steck
Ueli Steck tödlich am Mount Everest verunglückt (c) Archiv Steck

The Himalayan Times schreibt:

Eine Gruppe von sechs Rettungskräften entdeckte den Körper des Rekordbergsteigers in der Nähe des Nuptse, wo er ausgerutscht und auf den eisbedeckten Hang gefallen sein könnte. Verschiedene Bergsteiger hatten gesehen, wie er um 4:30 Uhr alleine am Nuptse kletterte.

Das Team hat die sterblichen Überreste des Kletterers abtransportiert. Ein Hubschrauber wurde zur Bergung ins Camp II geschickt.

Dies ist der erste Tod der Saison am Mount Everest.

Der Schweizer Alpinist Steck und Tenzing (Tenji) Sherpa kamen in die Khumbu Region, um den Mount Everest über die bis dato nicht wiederholte West Ridge / Hornbein Couloir-Route ohne künstlichen Sauerstoff zu besteigen. Danach wollten sie zum Süd-Col absteigen, bevor sie die erst einmal gekletterte direkte Route auf den Lhotse angehen wollten.

„Quick day from base camp up to 7,000 m and back. I love it, it’s such a great place here. I still believe in active acclimatisation. This is way more effective than spending nights up in the altitude!,“ schrieb Ueli Steck noch am 26. April auf seiner Facebook-Seite.

Ihm zufolge verbrachte er zwei Nächte im Lager II. Sein Facebook-Post am 24. April zeigt, dass Tenzing vor einigen Tagen Erfrierungen erlitten hatte. „Hopefully Tenzing Sherpa frostbite is getting better soon so we can be together on the mountain again.“

Video: Ueli Stecks Everest – Lhotes Projekt

Steck, der 2009 und 2014 zwei Piolet d’Or Awards gewann, ist auch bekannt für seine Geschwindigkeitsrekorde bei der Nordwand Trilogie in den Alpen. Er gewann seinen zweiten Preis im Jahr 2014 nach der ersten Solo-Begehung der Annapurna.

Ueli Steck auf der OutDoor 2008 (c) Martin Joisten
Ueli Steck auf der OutDoor 2008 (c) Martin Joisten

Steck, der im Jahr 2008 den ersten Eigerpreis für seine bergsteigerischen Errungenschaften erhalten hatte, beendete auch sein 82 Gipfel Projekt erfolgreich, bei dem er im Jahr 2015 alle 4000 m Gipfel in den Alpen in 61 Tagen bestieg.

Im Jahr 2013 wurde sein ehrgeiziger Plan zur Erreichung des Mount Everest Gipfels zunichte gemacht, nachdem Steck zusammen mit dem italienischen Alpinisten Simone Moro und Jonathan Griffith in eine hitzige Konfrontation mit seilfixierenden Sherpas verwickelt wurde.

Im vergangenen Jahr entdeckte Steck und sein deutscher Kletterpartner David Göttler die Leichen von Alex Lowe und David Bridges, die 1999 in einer Lawine am Shishapangma verstorben waren.

Gemäß Department of Tourism, war Ueli Steck der Leiter der Everest Expedition verwaltet von der lokalen Kathmandu-basierten Royal Orchid Treks und Expedition.

Gemäß Durga Datta Dhakal, Direktorin am „Department of Tourism“, wurde Uelis Leiche bereits nach Lukla überführt.

thehimalayantimes.com