Angela Eiter räumt ab: Erst "Big Hammer" (9a) und dann auch noch "Nostalgischer Bastard" (8c+)

Es ist unglaublich, was Angela Eiter in der letzten Zeit vollbringt: Nach ihrer Erstbegehung von „Hercules“ (8c+) in Götterwandl und die Wiederholung von „Zauberfee“ (8c) in Arco, die ihr den Weg für ihre erste 9a „Hades“ lediglich ebneten, hat die österreichische Klettererin Angela Eiter am 28.11.2014 sich selbst übertroffen und ihre zweite 9a „Big Hammer“ in Pinswang in ihrer österreichischen Heimat Rotpunkt geklettert.

Fotostrecke: Angela Eiter in Big Hammer (9a)

Fotos: © Bernie Ruech

Die Route wurde 2005 von Christian Bindhammer erstbegangen und zu dieser Zeit beschrieb sie Christian so: „Ich habe bisher noch in keiner Einzelpassage einer Route solche unterschiedlichen Anforderungen an die Kraft und einen solch komplexen Bewegungsablauf erlebt. Optisch sieht die Route gar nicht so schwer aus, aber der Fels ist eigentlich ausschließlich nach unten geschichtet und die Stelle ist steiler als es scheint.“

Angela Eiter auf Facebook über „Big Hammer“: „I really can’t believe I’ve achieved this yet! I tried Big Hammer this autumn for the first time and I had no idea how to solve one of the two hard boulder problems. Finally though I found a solution that suited my size, but, the pocket in the crux was a real battle, both tough and painful. All in all in needed about ten days of projecting.“

Zehn Tage für eine 9a ist wirklich sehr schnell und es besteht kein Zweifel, dass Angela mit dieser neuesten Rotpunkt-Begehung wieder einmal bewiesen hat, dass sie eine der stärksten Klettererinnen überhaupt ist.

Und sie sorgte auch gleich für einen ordentlichen Nachschlag. Am 30.11.2014 kletterte Angela kurzerhand „Nostalgischer Bastard“ (8c+) in Prutz, Tirol.

Der „Nostalgische Bastard“ ist eine Variation von der Route „Nostalgie“ (8b+/c), die Angela bereits im Frühjahr 2014 kletterte. Nur ein bisschen mehr „pumpy“ sei es, und mit einem harten Boulderproblem nahe dem Ausstieg. Damit hat Angela auch die erste Wiederholung der Linie von Stefan Brunner gesichert.