Jakob Schubert und Angela Eiter sicherten sich an der Stätte ihres EM-Triumphs vor zahlreichen Zuschauern die begehrten Staatsmeistertitel im Vorstieg.

Johanna Ernst, Angy Eiter und Katharina Posch Knapp 60 Tage vor der Kletter-WM in Arco (ITA) ermittelten am Wochenende Österreichs Wettkletterer an der Outdoor-Arena des Kletterzentrums Imst die Österreichischen Staatsmeister in den Disziplinen Vorstieg und Speed. Da vor dem Nominierungsschluss für die Weltmeisterschaften in Arco kein Vorstiegsweltcup stattfindet, kam den Staatsmeisterschaften heuer zusätzliche Bedeutung zu. Schließlich ging es darum, sich mit einer guten Leistung für den WM-Kader des Österreichischen Wettkletterverbandes zu empfehlen.

ÖSTM Vorstieg – Damen

Angy Eiter und Jakob SchubertDer Vorstiegsbewerb der Damen versprach bereits im Vorfeld besondere Spannung. Alle Nationalkader-Athletinnen, allen voran die amtierende Weltmeisterin Johanna Ernst sowie die amtierende Europameisterin Angela Eiter, waren bei der ÖSTM am Start. Neben Ernst und Eiter wollten aber auch Katharina Posch, Christine Schranz sowie Barbara Bacher ein gehöriges Wort im Kampf um den Staatsmeistertitel mitreden.

So kam es dann auch, dass sich die Nationalkader-Athletinnen in einem spannenden Fünfkampf den Titel der Österreichischen Vorstiegs-Staatsmeisterin 2011 untereinander ausmachten. In einer sehr spannenden Finalentscheidung gab es schlussendlich eine klare Siegerin. Angy Eiter überzeugte in der Finalroute auf ganzer Linie und sicherte sich mit einem Respektabstand vor Johanna Ernst den Staatsmeistertitel 2011.

So klar Eiter den Kampf um Platz 1 für sich entschied, so spannend verlief der Kampf um die weiteren Podestplätze. Schlussendlich sicherte sich Johanna Ernst die Silbermedaille ganz knapp vor Katharina Posch, Christine Schranz und Barbara Bacher, die auf den weiteren Plätzen folgten.

ÖSTM Vorstieg – Herren

Bei den Herren sorgte der Weltranglistenzweite im Vorstieg, Jakob Schubert vom OeAV Innsbruck, für den erwarteten Favoritensieg. Im Finale stieg Schubert als einziger Athlet top und verwies seinen Trainingspartner Mario Lechner klar auf den zweiten Platz. Mit einer starken Leistung sicherte sich der Vorarlberger Lukas Köb die Bronzemedaille.

ÖSTM Speed

Im Speedbewerb der Herren sicherte sich der Voralberger Serien-Staatsmeister Mark Amann auch heuer wieder den Speed-Staatsmeistertitel. Im Finale setzte sich der 26-jährige Vorarlberger gegen Laurenz Rudigier aus Salzburg mit 0,63 sec Vorsprung durch. Das kleine Finale um Platz 3 entschied Fabian Leu aus Voralberg für sich.

Bei den Damen sicherte sich die Kärntnerin Jaqueline Sabutsch in Abwesenheit der schnellsten Dame Österreichs – Stefanie Pichler vom OeAV Weyer – überraschend den Speed-Staatsmeistertitel vor Barbara Bacher.