Das Münchner Olympiastation, bekannt als Schauplatz vieler denkwürdiger Sportveranstaltungen, ist am kommenden Wochenende (19./20.08.2011) imposanter Schauplatz für das Finale der Boulder-Weltcupsaison 2011.

Akiyo Noguchi und Anna Stöhr Während sich Kilian Fischhuber bereits Anfang Juli in Sheffield den Gesamtweltcupsieg vorzeitig sichern konnte ist bei den Damen Hochspannung vorprogrammiert.

Dramatischer könnte die Entscheidung um den Boulder-Gesamtweltcupsieg 2011 bei den Damen wohl nicht entschieden werden. Vor dem letzten Bewerb trennt die derzeit wohl besten Boulder-Damen der Welt, ÖWK-Aushängeschild Anna Stöhr und die japanische Gesamtweltcupsiegerin der letzten beiden Jahre Akiyo Noguchi, gerade einmal ein einziger Weltcupunkt nach Berücksichtigung des Streichresultats.

Somit ist die Ausgangslage vor dem Finale für beide Athletinnen klar. Platziert sich Anna Stöhr beim Weltcupfinale in München vor Akiyo Noguchi – unabhängig vom Resultat – gewinnt Stöhr zum zweiten Mal nach 2008 den Boulder-Gesamtweltcup.Platziert sich umgekehrt Noguchi vor Stöhr beim Weltcupfinale, so gewinnt Noguchi zum dritten Mal hintereinander den Boulder-Gesamtweltcup, da bei Punktegleichstand die Anzahl der Weltcupsiege in der laufenden Saison entscheidet.

Stöhr konnte in der laufenden Saison drei Weltcupsiege feiern, Noguchi bereits vier. Lediglich die Koreanerin Kim JAIN konnte beim Weltcupauftakt in Mailand den Sieg davon tragen. Die restlichen sieben Weltcupbewerbe machten Stöhr und Noguchi unter sich aus.

Anna Stöhr:
"In München wird´s wirklich noch einmal richtig spannend. Akyo (Anm. Noguchi) hat in den letzten beiden Jahren nicht von ungefähr den Gesamtweltcup gewonnen. Mit WM-Gold und WM-Silber in der Tasche kann ich das Finale in München aber nun entspannt angehen. Ich werde versuchen wie in Arco locker zu klettern, die Atmosphäre zu genießen und dann "Schaun mer mal" was dabei rauskommt."

Bei den Herren kann Kilian Fischhuber das Weltcupfinale in München befreit angehen. Fischhuber liegt vor dem Weltcupfinale in München mit 560 Punkten 129 Punkte vor dem Russen Dmitry Sharafudtinov. Nach Berücksichtigung des Streichresultats (23. Platz von Fischhuber in Wien mit 7 Punkten) liegt Fischhuber uneinholbar mit 122 Punkten vor dem Gesamtweltcupzweiten.

Für ÖWK-Jungstar Lukas Ennemoser hingegen geht es in München noch um die Krönung einer starken Weltcupsaison. Der junge Tiroler, der sich heuer als zweiter Österreicher neben Kilian Fischhuber in der absoluten Weltspitze etablieren konnte, liegt vor dem Weltcupfinale in München auf Platz 10 im Gesamtweltcup.

Kilian Fischhuber:

"Es ist natürlich angenehm beim Weltcupfinale ohne Druck klettern zu können. Aber Wettkampf ist Wettkampf und deswegen werde ich zum Saisonabschluss noch einmal richtig Gas geben!"

Lukas Ennemoser:
"Mein ehrgeiziges Saisonziel war eine Top-15 Platzierung im Gesamtweltcup Dass ich es vor dem Finale in München sogar in der Hand habe in der Gesamtwertung einen Top-10 Platz zu erreichen motiviert natürlich besonders!"