Auf der Suche nach Kontinuität bewies Kletter-Ass David Lama beim Boulder-Weltcup in Italien erneut sein Ausnahmetalent.

David LamaDen Jetlag vom Weltcup in den USA noch nicht ganz verarbeitet, hieß es für Österreichs Boulderer an diesem Wochenende: Auf nach Italien. Aber trotz Schlafrückstand gelang den Vertikal-Athleten auch in Fiera eine beeindruckende Vorstellung.   

Bei den Damen konnte sich abermals Anna Stöhr die meiste Kraft für die Final-Boulder aufsparen. Beim entscheidenden Boulder-Problem fand die 20-Jährige die perfekte Lösung und durfte als einzige Klettererin vom Top-Griff herunter winken.Mit ihrem vierten Sieg beim fünften Boulder-Weltcup, scheint die Rumerin eine Vorentscheidung im Gesamtweltcup getroffen zu haben. Mit einem kaum einholbaren Vorsprung startet Stöhr nun in die letzten zwei Bewerbe.

Katharina Saurwein verfehlte in Fiera mit dem neunten Platz diesmal knapp den Einzug ins Finale.  

Bei den Herren musste Kilian Fischhuber um seinen Start zittern. Eine Erkältung, die ihn aus den USA bis nach Italien verfolgte, machte dem Weltcup-Führenden schwer zu schaffen. Am Morgen vor dem Wettkampf beschloss Fischhuber sich dennoch mit den Boulder-Problemen in Italien anzulegen.

Trotz Halsschmerzen gelang Fischhuber der Sprung ins Finale, wo ihm nicht etwa die Schwerkraft, sondern ein Landsmann einen Strich durch die Rechnung machte: David Lama!

Die diesjährige Boulder-Saison von David Lama ist gekennzeichnet von Hoch und Tiefs. Einmal gelingt alles, dann gelingt scheinbar gar nichts. Aber auf der Suche nach Kontinuität bewies Lama aber einmal mehr, welches Ausnahmetalent in ihm steckt. Schon im ersten Durchgang  gelingt dem 17-Jährigen ein Meisterwerk, indem er alle fünf Boulder beim ersten Versuch vom Boden bis zum Top-Griff durchstieg.

Und auch im Halbfinale und Finale konnte ihm keiner etwas vormachen, und so setzte sich Lama zum zweiten Mal in dieser Saison über seinen Landsmann Kilian Fischhuber hinweg.

Ergebnisse zum BOULDER-WELTCUP Fiera di Primiero (ITA):

Herren:
01. Lama David (AUT)
02. Fischhuber Kilian (AUT)
03. McColl Sean (CAN)
04. Moroni Gabriele (ITA)
05. Gelmanov Rustam  (RUS)
06. Hori Tsukuru (JPN)
07. Baumann Jonas (GER)
08. Matsushima Akito (JPN)
09. Preti Lucas (ITA)
10. Glairon Mondet Guillaume (FRA)

Damen:
01. Stöhr Anna (AUT)
02. Vidmar Katja (SLO)
03. Abramchuk Yulia (RUS)
04. Bibik Olga  (RUS)
05. Rajfova Silvie (CZE)
06. Chevrier Anne-Laure (FRAU)
07. AVEZOU Cecile (FRA)
08. Caprez Nina (SUI)
09. Saurwein Katharina (AUT)
10. Noguchi Akiyo (JPN)