Sensation in den USA: Mit einer souveränen Leistung holte sich Jonas Baumann als erster Deutscher Mann im Bouldern einen Weltcup-Sieg! Seit Marietta Uhdens Sieg beim Weltcup in München im Jahr 2000 hatten die Edelweiß-Kletterer auf einen weiteren Titel warten müssen.

Jonas Baumann beim Boulderweltcup 2009 in VailSchlag auf Schlag war es für die Weltcupboulderer nach dem letzten Wettbewerb in Wien weiter gegangen: Für die meisten dürfte der Weg direkt von der Wettkampfwand in Wien zum Flughafen geführt haben, denn für den vorletzten Weltcup der Saison war eine weite Anreise vonnöten.Nach der Premiere im vergangenen Jahr stand erneut ein Weltcup im Rahmen der Teva Outdoor Games in Vail (USA) auf dem Terminkalender. Auch die drei starken Jungs vom DAV hatten ein paar Socken mehr eingepackt und waren direkt von Wien in die USA geflogen, um sich vor Ort noch mit zwei Trainingseinheiten auf die besonderen Belastungen in der großen Höhe (Vail liegt auf 2300 Meter üdM) einzustellen. 
Jonas Baumann (Wuppertal), Markus Hoppe (SBB) und Peter Würth (Ludwigshafen) vertraten den DAV in den USA. Nach dem organisatorischen Fiasko im vergangenen Jahr, als es keine Überdachung für die Boulder gab, keine wirkliche Isolation und auch die Boulder viel zu schwer geschraubt waren, dürften die meisten Athleten und Trainer wohl mit etwas gemischten Gefühlen in die USA geflogen sein.Was in Vail aber bereits im letzten Jahr hervorragend war, war die Stimmung unter den mehreren Tausend Zuschauern – die Outdoor Games mit Wettkämpfen verschiedenster Outdoor-Sportarten, einer kleinen Material-Messe und üppigem Rahmenprogramm ziehen Heerscharen von Outdoorbegeisterten an – und so hatten sich auch in diesem Jahr bei bestem Wetter etliche Tausend Zuschauer vor den Boulderwänden eingefunden.
Die meisten waren natürlich gekommen, um die zahlreich vertretenen heimischen Boulderer anzufeuern – und so hatten es tatsächlich auch die allermeisten der US-Starter ins Halbfinale der besten 20 geschafft. Die US-Kletterer sind bei den Weltcups in Europa traditionell nicht oder nur sehr sporadisch am Start, so dass es schwer war, das Potential der Homies einzuschätzen. Aus deutscher Sicht hatten leider Peter Würth und Markus Hoppe das Nachsehen – beide mussten schon nach der Quali die Segel streichen.
Dabei konnte Markus Hoppe sogar noch vier der fünf Qualiboulder klettern – allerdings benötigte er dafür zu viele Versuche und landete schließlich auf dem 25. Platz. Peter Würth kam nicht ganz so gut zurecht in der Qualifikation: Nur zwei gekletterte Boulder waren seine Ausbeute – damit Platz 33 für den Ludwigshafener.  So blieb also nur noch Jonas Baumann, um die deutsche Ehre zu retten:Nachdem er die Qualifikation mit vier geflashten Bouldern gut überstanden hatte, lief es für ihn im Halbfinale erneut optimal: Mit drei Flashs in vier Bouldern reihte er sich direkt als Vierter hinter der ungewohnt starken Dreier-Phalanx  aus den US-Boys Paul Robinson, Kyle Owen und Daniel Woods ein. Hinter Baumann zogen noch die derzeit stärksten im Weltcup, Kilian Fischuber (A) und Rustam Gelmnanov (RUS) ins Finale ein.