Danker nun auch Bouldermeister
Nachdem die Taschenrechner heiß gelaufen waren und der direkte Vergleich der beiden Konkurrenten herhalten musste, war klar, dass Stefan Danker knapp das Rennen um die Meisterschaft gemacht hatte. Damit bewies der sympathische Nandlstädter, dass er sowohl mit als auch ohne Seil zu den besten im Lande gehört – er führt nach seinem Gesamtsieg im Vorjahr aktuell auch wieder die Rangliste zum deutschen Sportklettercup an. Den dritten Platz in der Meisterschaftswertung sicherte sich Markus Hoppe.

Nightsession Speed: Die Rekorde purzeln!
Zu später Stunde fand dann noch mit dem ersten DAV Speedcup der Auftakt zur Deutschen Meisterschaft im Speed statt. Dies artete schnell zur Jagd um die nationalen Rekorde aus, denn erstmals wurde ein Preisgeld für die Einstellung oder Verbesserung des nationalen Rekordes an der 10m-Wand ausgelobt.Aufgrund der von den Startern gebotenen Action und dem Kampf um Rekorde wurde aus dem Speedcup schnell der Zuschauermagnet des Tages. In der Abenddämmerung vor dem Bodensee als Hintergrundkulisse “rannten” die Athleten im Scheinwerferspot förmlich die Wand hoch und pulverisierten die deutschen Speedrekorde sowohl bei den Damen als auch bei den Herren mehrfach und sorgten so für Raunen unter den zahlreichen Zuschauern.

Am Ende konnte sich schließlich Isabell Haag im sehr kleinen Starterfeld der Damen mit 8,86 Sekunden den neuen deutschen Rekord und damit auch den Tagessieg holen. Andrea Fichtner sicherte sich vor Vera Warmbrunn (beide Stuttgart) den zweiten Platz.

Bei den Herren war bei einem Teilnehmerfeld von 18 Mann die Leistungsdichte so groß, dass der bis dahin bestehende Rekord gleich von mehreren Kletterern geknackt wurde und sogar exakt gleiche Zeiten im direkten Vergleich erzielt wurden. Spannung war also geboten -so war für eine Finalqualifikation eine Zeit deutlich unter 7 Sekunden erforderlich- also im Bereich des alten deutschen Rekords (aufgestellt von Mathias Conrad 2008 an gleicher Stelle).Schlussendlich entschied Maximilian Porscha (Schwaben) den Wettkampf mit der neuen Rekordzeit von 6,32 Sekunden mit einem Wimpernschlag Vorsprung für sich. Fabian Bosler (ebenfalls Schwaben) belegte vor Mathias Conrad Platz zwei. Jonas Baumann, der schon beim Bouldercup abgeräumt hatte, erreichte immerhin noch Rang vier.Als Fazit bleibt: Die Schwaben, die an der Norm-Speedwand in Stuttgart trainieren können, dominieren das Geschehen und von ihnen wird in dieser Saison wohl noch das eine oder andere zu hören sein!

Weiter geht es im Speedcup bereits am kommenden Wochenende mit der Veranstaltung auf der Friedrichshafener Messe OutDoor.