Am 28. Mai fand auf dem Campus der Uni Bayreuth der zweite deutsche Hochschul-Bouldercup statt. Knapp 80 Teilnehmern und zahlreichen Zuschauern wurde ein hervorragend organisierter Wettkampf geboten, der mit hochkarätiger Besetzung aufwarten konnte.

Boulderer trotzen dem Regen beim Hochschul-Bouldercup
Nachdem der Transport und Aufbau der Wettkampfwand, sowie das Schrauben der Boulderrouten vier Tage in Anspruch nahm, konnte der Wettkampf pünktlich um zehn Uhr am Donnerstag von Prof. Dr. Hohmann gestartet werden. Das Event begann mit einer offenen Qualifikationsrunde, in der alle Teilnehmer unterschiedlich schwierige Boulderprobleme zu lösen hatten und anhand der Anzahl der Versuche bewertet wurden.

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Eine halbstündige Regenunterbrechung tat der Qualität des Wettkampfes keinen Abbruch, was sich durch das starke Ergebnis von Qualifikationssieger Markus Grünebach (TU München) zeigte, der 395 von 400 möglichen Punkten erreichte. Zweiter Sieger der Qualifikation war der amtierende deutsche Meister Andre Borowka (HTW Dresden) mit 390 Punkten. 

Bei den Frauen konnte sich die spätere Siegerin und Lokal-Matadorin Dorothea Karalus von der Uni Bayreuth durchsetzen. Während der Wettkampf für den Großteil der Teilnehmer nach der vierstündigen Qualifikation beendet war, galt es für die sechs besten Männer und Frauen der Qualifikation die Konzentration zu bewahren.Denn die drei „Schrauber“ machten sich an die Arbeit um die Final-Boulder an die Wand zu bringen. Die Pause wurde genutzt um den Zuschauern neben den Side-Events wie Slacklining, Kletterturm und Tombola, einen actiongeladenen High-Jump-Wettbewerb zu bieten. Dabei müssen die Teilnehmer von einem markierten Punkt aus der Hockposition an einen Griff springen, der über ihnen an einem Überhang angebracht ist. Das Wetter hielt stand und so konnte der von Red Bull gesponsorte Fallschirmsprung an den Sieger überreicht werden.
Schließlich öffnete der Himmel erneut seine Schleusen und kurz vor Beginn des Finales entschloss sich die Wettkampfleitung um Thomas Hamm eine einstündige Unterbrechung einzulegen. Die Organisatoren bewiesen einmal mehr, dass sie auf Regen vorbereitet waren und verhüllten die Wand mit Planen und brachten großflächige Schirme am oberen Ende der Wand an. Schließlich konnte das Finale, gespickt mit spektakulären Sprüngen und Heel-Hooks, gestartet werden.Während es bei den Männern ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Nationalkaderathleten Aric Merz (HfG Schwäbisch Gmünd) und Felix Neumärker (TU Dresden) gab, kämpften bei den Frauen Gerlind Scholich und Lisa Windelband (beide TU Dresden) um den zweiten Platz hinter der dominierenden Dorothea Karalus. Die Sonne lies sich schließlich das spannende Finale nicht entgehen und sorgte für Freude bei den etwa 250 verbliebenen Zuschauern.
Das Organisationsteam zeigte sich am Ende zwar erschöpft und durchnässt, aber hochzufrieden. „Besser hätte es bei diesem Wetter nicht laufen können.“ freute sich Birte Gensch und Patrick Müller war besonders begeistert von der tollen Stimmung der Zuschauer während des Finales.
Von Seiten der Universität gab es erneut nur Lob über die erfolgreiche Organisation und in Bayreuth hofft vermutlich jeder, dass dieses Event auch im nächsten Jahr eine Fortsetzung findet. Besonderer Dank gilt den Sponsoren Marmot, Slackline Tools, Wedlich/Steinbach Logistik, Red Bull und Skylotec. 
Die Endergebnisse:
Männer
1. Aric Merz (HfG Schwäbisch Gmünd)
2. Felix Neumärker (TU Dresden)
3. Andre Borowka (HTW Dresden)
Frauen:
1. Dorothea Karalus (Uni Bayreuth)
2. Gerlind Scholich (TU Dresden)
3. Lisa Windelband (TU Dresden)