IFSCDer als Freiluft-Veranstaltung organisierte Weltcup profitierte vom guten Wetter und der guten Stimmung der knapp 2000 Zuschauer. Die beste Tagesform erwischte die Russin Yulia Abramchuk, die vor der starken Japanerin Akiyo Noguchi siegte, Dritte wurde eine weitere Russin: Tatiana Tarasova.

Bei den Herren gelang Tomasz Mrazek sein erster Sieg in einem Boulder-Weltcup. Der amtierende Weltmeister im Sportklettern setzte sich vor Dmitry Sharafutdinov (RUS) und Kilian Fischhuber (AUT) an die Spitze des Feldes und zeigte seine Klasse.

Das deutsche Tandem Baumann-Borowka

Das Deutsche Team wurde von Jonas Baumann (Wuppertal) und André Borowka (SBB) vertreten. Jonas belegte nach seinem hervorragenden dritten Rang in Erlangen Platz 38, André gelang mit Platz 12 eine super Leistung, knapp verpasste er das Finale. Jonas Baumann war etwas durch seinen Abiturstress geschwächt, er sprang von seiner letzten Prüfung direkt in den Flieger nach Sofia.

Extreme Bandbreite

Das Ergebnis von Sofia brachte wieder eines klar zu Tage, die Bandbreite beim Bouldern ist extrem. Sehr gute Boulderer wie eben Jonas Baumann, der Finne Hukkataival (Finale in Erlangen), Mikhail Shalagin (der Sieger von Erlangen) oder Daniel Dulac (Welt- und Europameister im Bouldern) kamen nicht über die Qualifikation hinaus. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Damen, die Favoritinnen Juliette Danion (FRA) und Olga Shalagina (RUS) kamen ins Halbfinale, aber eben nicht ins Finale.

Die Tagesform und die Boulderprobleme haben einen sehr starken Einfluss auf das Ergebnis. Das macht das Bouldern sehr spannend, am Ende der Saison werden die vielseitigsten und insgesamt Besten gewinnen!

Bei den Damen gab es mit der Finalteilnahme von zwei Schwedinnen eine Premiere: Anja Hodann und Angelica Lind belegten die Plätze 4 und 6, klasse!

Siehe auch:
Jonas Baumann 3ter beim Boulderweltcup in Erlangen
www.alpenverein.de
www.ifsc-climbing.org
www.digitalrock.de