Kilian Fischhuber hat am vergangenen Samstag beim IFSC Boulder-Weltcup in Wien einen umjubelten Heimsieg gefeiert, während bei den Damen Starterinnen aus Japan und Korea die Konkurrenz für sich entscheiden konnten.

Boulderweltcup Wien: Akiyo Noguchi (JPN) und Kilian Fischhuber (AUT) siegen

Wie bereits beim ersten Weltcup der Saison (Greifensee – SUI) war Fischhuber sowohl in der Qualifikation, als auch im Halbfinale und Finale von der Konkurrenz nicht zu biegen.

Fotostrecke: Boulderweltcup Wien 2010: Kilian Fischhuber (AUT)

Fotos: © ASP Red Bull

In einem spannenden Finale, das rund 2.500 begeisterte Zuseher vor Ort an der Outdoor-Boulderanlage der Kletterhalle Wien mit verfolgten, setzte sich Fischhuber erneut vor dem tschechischen Ausnahmetalent Adam Ondra durch.Platz drei ging an den Russen Alexej Rubzow. Kilian Fischhuber schaffte es im Finale als einziger Athlet, zwei von vier äußerst selektiven Bouldern zu lösen. Mit dem Sieg in Wien führt Kilian Fischhuber nun auch souverän in der Boulder Weltcupgesamtwertung mit 40 Punkten Vorsprung auf Adam Ondra.

Fischhuber zu seinem Sieg in Wien. "Ein Heimsieg ist natürlich das Schönste überhaupt. Ich konnte gut mit meiner Favoritenrolle umgehen und das fanatische Publikum hat mich gepusht. Ich möchte mich auch bei den Veranstaltern bedanken, die den Bewerb bestens organisiert haben und somit den Weltcup zu einem richtigen Kletterfest gemacht haben. Danke!"

Anna Stöhr verpasst Podest ganz knapp

Anna Stöhr gelang nach ihrem nicht zufriedenstellenden Saisonauftakt in Greifensee (Platz 9) der Finaleinzug in Wien und belegte im Damenbewerb Rang fünf. Auf den erhofften Podestplatz fehlte nicht viel.Die Boulder-Gesamtweltcupsiegerin von 2009, Akiyo NOGUCHI (JPN), sicherte sich in einer engen Entscheidung den Sieg vor Landsfrau Momoka ODA (JPN) und der Koreanerin Jain KIM(KOR):

Fischhuber und Stöhr waren die jeweils einzigen österreichischen Final-Teilnehmer. Erfreuliche Leistungen aus österreichischer Sicht lieferten bei den Herren Lukas Ennemoser (9.) und Max Rudigier (19.).Für Ennemoser war es der erste Top-Ten-Platz der Saison und der junge Salzburger Max Rudigiert schaffte gleich bei seinem Weltcupdebut den Sprung ins Semifinale.
 
Vorstiegweltmeisterin Johanna Ernst schied ebenso wie die die anderen ÖWK-Kaderathletinnen (Bacher Sabine, Bacher Barbara, Saurwein Katharine, Schranz Christine) bereits am Freitag in der Qualifikation aus.