Acht "handverlesene" Teilnehmerinnen, darunter vier Frauen aus Deutschland und vier internationale Teilnehmerinnen, wurden aufgrund ihrer sportlichen Fähigleiten, ihrer Kreativität und ihrer jeweiligen Stärken ausgewählt und in die Kletterhalle eingeladen.

Das Ergebnis war ein atemberaubend spannender Wettbewerb, der die volle Spannbreite weiblichen Kletterns zeigte und hautnahes Erleben für die Zuschauer garantierte.

Deutsche Teilnehmerinnen waren die 17-jährige Juliane Wurm, amtierende Deutsche Meisterin und Jugend-Europameisterin, die 19jährige Julia Winter, die Grand Dame des Kletterns Ines Bischoff, die nach ihrer Babypause wieder besten Klettersport zeigte und Layla Mammi, die frisch aus Los Angeles eingeflogen war.

Zu den internationalen Teilnehmerinnen gehören die Neuseeländerin Mayan Smith-Gobat und Vera Zijlstra, nationale Bouldermeisterin und aktuell beste Kletterin aus den Niederlanden. Die Schwedin Angelica Lind war erst wenige Minuten vor der Veranstaltung aus ihrer Heimat eingeflogen und die 19jährige Barbara Zangerl, die Wettkampfteilnehmerin aus Österreich, die Gewinnerin des bekannten Mello Blocco Boulderfestivals in Italien, reiste gemeinsam mit ihrem Sponsor adidas und den beiden Kletter-Koryphäen Beat Kammerlander und Bernd Zangerl an.
 
Alle Teilnehmerinnen bekamen einen Abschnitt der Boulderwand  zugelost und hatten eine Stunde Zeit, um mit Klettergriffen der Firma Bleaustone ein möglichst schwieriges und anspruchsvolles Boulderproblem zu schrauben. Bereits hier liegt ein wichtiger Unterschied zu anderen Wettkämpfen: Obwohl 40 % aller deutschen Kletterer weiblich sind, werden die Routen bei Wettkämpfen fast immer von Männern geschraubt. Dass dies nicht sinnvoll ist, zeigte die Veranstaltung vom Samstag. Hier bewiesen die Frauen, dass sie absolut in der Lage sind, spektakuläre Boulder zu schrauben.

Nach dem Schrauben kletterten alle acht Teilnehmerinnen ihr eigenes Problem und versuchten im Rotationsverfahren, auch die Boulder der Mitbewerberinnen zu klettern. Hier zeigte sich, dass jede der Teilnehmerinnen ihre speziellen Stärken und Vorlieben hatte, die sie beim Schrauben ihres Boulders angewandt hatte und obwohl alle Athletinnen Weltklassesport präsentierten, unterschieden sie sich in Herangehensweise und Erfolg. So konnten alle Teilnehmerinnen ihren eigenen Boulder klettern. Der Boulder Nr. 1 von Angelica Lind konnte nur von ihr geklettert werden. Er war vermutlich der schwierigste von allen.