Zu den Favoriten der insgesamt 65 Teilnehmern gehörten bei den Damen Julia Winter, Luisa Deubzer und Ines Dull. Bei den Herren wurden Thomas Tauporn, Jan Hojer, Sebastian Halenke, Markus Jung und David Firnenburg als Anwärter auf den Sieg gehandelt.

Deutscher Sportklettercup 2011: Die Gesamtsieger stehen fest

In der ersten Qualifikationsrunde mussten die  Herren eine lange und knifflige Platte bewältigen und auf die Damen wartete ebenfalls eine meist senkrechte Route. Alle Favoriten wurden den Erwartungen an sie gerecht und kletterten Top.

Fotostrecke: Deutscher Sportklettercup 2011 in Darmstadt

Fotos: © Marco Kost (mountains-and-more.de)

Für die zweite Qualifikationsrunde der Herren hatte das Routenbauerteam um Robert Heinrich eine lange, kraftfordernde und steile Route geschraubt, bei der sich vieler der Athleten sehr schwer taten. Auch hier kletterten alle Favoriten wieder bis zur Umlenkung, womit sie sich einen Platz im Finale sicherten. Florian Böbel, Martin Tekles und Sebastian Gerber konnten ebenfalls eine gute Leistung abrufen und schafften ebenfalls den Sprung ins Finale.

Die Damen hatten mit einer Route mit kleinen Griffen und Tritten zu kämpfen. Trotzdem gelang es Julia Winter, Denise Plück, Marion Mannheim, Saskia Schuster (Frankfurt), Chiara Clostermann (Ringsee) den Top-Griff zu erreichen. Sie zogen gemeinsam mit Luisa Deubzer, Ines Dull und Lina Himpel ins Finale ein.

Zum Finale füllten sich die Ränge des Kletterzentrum Darmstadt- beste Voraussetzungen für ein stimmungsvolles und spannendes Finale. Gestartet wurde mit den Damen. Saskia Schuster und Chiara Clostermann fielen unerwartet früh aus der schweren Route. Auch Lina Himpel tat sich schwer. Besser lief es bei Luisa Deubzer. Sie arbeitete sich zügig weit hinauf, wurde jedoch gegen Ende von ihren Kräften verlassen und flog ins Seil.

Ines Dull und Denise Plück erreichten dieselbe Höhe, konnte aber Luisa Deubzer nicht von der Leadercouch verdrängen. Als letzte Finalteilnehmerin startete Julia Winter. Die Siegerin des Bouldercups in Überlingen kletterte konzentriert und sicher, bis sie kurz vor dem Top aus der Wand fiel. Diese Höhe reichte ihr aber um Lulu Deubzer von der Leadercouch zu verdrängen.
 
Souveräne Siegerin des Tages wurde Julia Winter gefolgt von Luisa Deubzer und Denise Plück. Die Gesamtwertung des Deutschen Sportklettercups 2011 gewann Luisa Deubzer. Silber ging an Ines Dull und Bronze an Julia Winter.

Die stark überhängende und kraftfordernde Finalroute der Herren bereitete dem ersten Starter, Sebastian Gerber Probleme und er stürzte relativ früh an einem weiten Zug. An derselben Stelle endete auch für Martin Tekle das Finale. Florian Böbel konnte diese Stelle meistern, fiel jedoch einige Griffe später.

Eine gute und spannende Vorstellung lieferte Sebastian Halenke. Er kämpfte sich bis kurz vor das Top hinauf, verlor dann aber unerwartete den Halt. Zurück am Boden musste die Leadercouch für ihn freigemacht werden. Der nachfolgende Markus Jung erreichte Sebastian Halenkes Höhe nicht, er scheiterte einen Griff vorher.

Für eine angeheizte Stimmung in der gut besuchten Halle sorgte Thomas Tauporn, der das Top nur knapp verpasste und sich somit vor Halenke an die Spitze setzte. Der letzte Starter der Herren, Jan Hojer, machte es noch einmal spannend, er kämpfte sich bis zu den letzten Zügen  musste dann aber entkräftet den Weg nach unten antreten. Er landete letztendlich auf Platz 3, was ihm den Gesamtsieg des Deutschen Sportklettercups 2011 sicherte.

Die Juniorenwertung des Deutschen Sportklettercups 2011 gewann ebenfalls Jan Hojer. Silber ging an Philipp Hans (Schwaben) und Bronze an Jan Niklas (Frankenthal). Bei den Juniorinnen gewann Chiara Maria vor Isabell Leiner (Zweibrücken) und Luise Raab (Frankfurt).

Im Rahmen des Sportklettercups fand am Sonntag, den 25.09.2011 der DAV Jugendcup statt. Bei der weiblichen A-Jugend konnte sich Lina Himpel durchsetzen und bei der B-Jugend kletterte Hannah Baehr (Schwäbisch Gmünd) an die Spitze. Bei den Jungs siegten in der männlichen Jugend A David Firnenburg, bei der männlichen Jugend B siegte Moritz Hans (Schwaben).