Vom 21.-27.Juni fanden im italienischen Lecco die
Europameisterschaften 2004 statt. In den Disziplinen Bouldern, Speed
und Schwierigkeitsklettern wurden die neuen Europameister ermittelt und
leider, leider befinden sich keine deutschen KlettererInnen unter den
jeweils TOP 10 der einzelnen Kategorien. 

Dafür können wieder einmal mehr unsere österreichischen Nachbarn frohlocken, stellen sie doch mit Bettina Schöpf die neue Europameisterin im Schwierigkeitsklettern. Bettina kam im Finale auf die gleiche Höhe, wie die Slovenin Natalija Gross,
doch da Sie ein besseres Halbfinalergebnis vorzuweisen hatte, gewann
Sie schließlich den Bewerb. Auf dem dritten Platz landete mit Katharina Sauerwein ebenfalls eine Österreicherin und unter den TOP 10 sind mit Angela Eiter (6.), Gerda Raffetseder (8.) und Barbara Bacher (10.) drei weitere Österreicherinnen zu finden. Herzlichen Glückwunsch! Als einzige deutsche Teilnehmerin landete Damaris Knorr weit unter ihren Möglichkeiten auf Rang 30.

Bei den Herren nahm diesmal der Spanier Ramon Julian Puigblanque den ersten Platz ein, der die Franzosen Alexandre Chabot und Francois Auclair auf die Plätze verwies. Es scheint allerdings so, als ob der Tscheche Tomas Mrazek
eigentlich Europameister hätte werden müssen, nachdem er als
Einziger die Finalroute hatte durchsteigen können, doch wurde er
von der Jury zurückgestuft, da er dabei wohl mit seinem Fuss einen
Punkt ausserhalb der Begrenzung berührte. Tough luck! Tomas blieb
letztendlich statt des Siegs der 7te Platz. Und wo waren die deutschen
Herren? Andreas Bindhammer beendete den Wettkampf als 26ter, während sich Markus Hoppe mit Rang 35 bescheiden musste.

Wenigstens beim Bouldern gab es einen kleinen deutschen Lichtblick.
Karsten Borowka gelang es als Einzigem ins Finale zu rutschen. Für
ihn sprang am Ende der 11te Platz raus. Sein Bruder Andre folgte ihm auf dem 14ten Platz, Peter Würth auf Platz 19, Christian Benk auf Platz 23 und schliesslich Thorsten Neuhaus auf Platz 45. Europameister wurde der Franzose Daniel Dulac gefolgt vom briten Andrew Earl und dem Italiener Gabriele Moroni.

Bei den bouldernden Damen siegte die Russin Olga Bibik, gefolgt von der gerade mal 16 Jahre alten Österreicherin (na sowas) Anna Stöhr und der Französin Corinne Theroux. Deutsche Damen waren leider nicht am Start.

Speed wurde – völlig überraschend – allein unter den Osteuropäern ausgemacht. Hier siegten Anna Saoulevitvh und Alexandre Pechekhonov – beide aus Russland.


Siehe auch:

competition.ragnilecco.com
www.planetmountain.com

www.digitalrock.de