Nachdem der Auftakt in Kirov so perfekt geklappt hat, freute sich Markus Bendler schon sehr auf die zweite Station in Val Daone.

Markus BendlerEs war bereits mein achtes Antreten im Trentino. Alles dort ist mir sehr vertraut und der Wettkampf in Daone bescherte mir 2007 meinen ersten WM-Titel – also noch ein Grund mehr, gerne dorthin zu fahren.

Am Samstag konnte ich mich in der Qualifikation als schnellster Kletterer gemeinsam mit einem Mitstreiter für das abendliche Halbfinale empfehlen. Da sich die Startreihenfolge immer dem Ergebnis entsprechend umkehrt, musste ich als letzter im Halbfinale starten und konnte mich wieder mit der besten Zeit fürs Finale am Sonntag qualifizieren.Neben mir gelang noch Evgeny Krivosheitsev aus der Ukraine, Patrick Aufdenplatten /SUI und dem extrem starken Koreaner Park Hee Jong der Durchstieg im Halbfinale. Meine Prognose, dass der koreanische Gesamtweltcup-Zweite der letzten Saison heuer nochmals stärker sein wird, bewahrheitete sich also.

Im Finale am Sonntag waren die Spannung und die Stimmung im hinteren Valle di Daone wie ich sie bislang noch nie erlebt habe. Der Zuschauerplatz vor der 27m hohen Eis-Konstruktion war randvoll und dem entsprechend war der Lärmpegel ziemlich hoch.In der Isolationszone beeindruckte mich der wieselflinke Koreaner mit seiner schier unbegrenzten Beweglichkeit, während ich mir vorkam als hätte ich einen Baumstamm geschluckt. Nichtsdestotrotz konzentrierte ich mich auf meine Fähigkeiten und redete mir ein, dass mich diese Performance in keinster Weise beunruhigen kann.

Hee Jong startete unmittelbar vor mir und legte dem Zuschauerjubel und seinem Grinser zufolge wohl eine sehr gute Höhe vor. Nach den ersten Zügen wandelte sich meine Nervosität in volle Konzentration um und ich bewegte mich voll motiviert Richtung Top. Nach 9 min. und 49 sec. (10min. Zeitlimit) war ich am letzten Griff – einziger Durchstieg – perfektes Timing!

Es war geschafft – mein dritter Sieg in Daone und der fünfte Weltcuperfolg in Serie. A Wahnsinn, oafoch bearig!!!!