Drei Wochen ist es her, dass sich die letzten Starter das Wasser aus den Schuhen gossen. Danach goss es von oben, aber ordentlich, sodass es eine wahre Freude war, am Rechner neben dem warmen Ofen zu sitzen und fleißig zu tippen.

Elbsandsteinbouldercup 2011 in Bad Schandau

Vom 24. bis 26. Juni trafen sich rund 150 Block-und Mattensportler an den Elbwiesen unterhalb der Toskana Therme, um in Bad Schandau das zu tun was sie am besten können: Spaß haben!

Fotostrecke: Elbsandsteinbouldercup 2011 in Bad Schandau

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Fotos: © Stefan Henny, Mike Jaeger

Schon Freitagabend versammelten sich die sächsischen Bergsportbegeisterten in der Kulturstätte Bad Schandau. Organisiert vom Bergsichten-Team um Frank Meutzner trug Ines Papert ihren aktuellen Vortrag "Forever" vor. Der vollgefüllte Saal lässt hoffen, dass in Zukunft des Öfteren wieder Vorträge in Bad Schandau zu hören sind.

Der Samstag begann trocken und mit bester Laune. Durch die nahezu perfekte Organisation in enger Zusammenarbeit mit Anja Fröhlich von der Kletterschule Felsenfest gab es kaum Anlaufschwierigkeiten. Die Wandbauer um Steffen Heimann, Gunter Gäbel und meiner selbst hatten mit dem Neubau der Boulderwand den Routenbauern um Dirk Uhlig aus Erfurt und Ondra Benes aus Usti/CZ ein echtes Sahnehäubchen vor die Nase gesetzt. Die rund 70 Teilnehmer wussten das zu schätzen und kämpften ausgelassen in 4 Startklassen um die Rangliste. Jugend voran! Gregor Römmermann aus Dresden und Ada Bogatsch aus Dohma konnten sich vor ihren Konkurrenten durchsetzen.

Im Frauenfußball siegte erwartungsgemäß die kurzfristig gemeldete Dresdnerin Julia Winter vor Andrea Winterberg aus Hannover und Anna Böhm aus Dresden. Beim Herrengedeck gab es einen spannenden Endkampf zwischen Robert Leistner, Andre Borowka und Markus Hoppe. Nach den ersten beiden Finalbouldern, in denen Andre mächtig aufdrehte, war noch alles offen und die Spannung am entscheidenden Planschbecken der Toskana Therme stieg. Nur Robert konnte den harten Einstiegssprung knacken und bis zum Gipfelkreuz der Dachkante durchsteigen.

Andre patzte bei dem Sprung und Markus musste durchsteigen, um in gewohnter Meister-Manier zu siegen. Mit einem gewagten Sprung abseits der vorgesehenen Linie kam er zwar weiter als Andre Borowka, aber nicht oben an und musste sich hinter Andre auf dem ersten und Robert auf dem zweiten Platz als Dritter geschlagen geben. Geehrt wurden die Helden mit wertvollen Sachpreisen von HUDY-Sport und Rock Empire und einem Küsschen von Ines Papert…

Abgerundet wurde der ganze Tag mit Verkaufsständen von HUDY-Sport, Rock Empire, GEOQUEST, einer Slacklineshow und -workshop, einem vielseitigem Angebot für Kinder, einem riesigen von Ilka Heimann betreuten Büfett für Teilnehmer, lecker Musik und schließlich mit einem Bergsichten-Spezial-Outdoor-Bergfilmabend. Auch hier hielt das Wetter bis auf die letzten fünf Spielfilmminuten stand und man konnte sich ganz gemütlich auf Bouldermatten kuschelnd Geschichten aus der ganzen Welt hingeben…

Der Sonntag begann weniger sonnig, also richtig sächsisch regnerisch. Nach einer Stunde Verschiebung wollten die 25 Jüngsten aber doch ran an die Wand und der BERGSPORT ARNOLD-Kindercup konnte beginnen. Zwei Stunden kämpften die Großen um den Einzug ins Finale, wo sich am Ende Johanna Holfeld vor Peer Wächter und Marlen Hoffmann durchsetzen konnten. Bei den Kleinen machte Jan Vopat aus Tschechien das Rennen vor Hagen Brzoska und Klara Hoffmann.

Gleichzeitig startete der Mannschaftswettkamnpf in den drei Disziplinen Beachvolleyball, Slackline und Bouldern. 14 originell benannte Teams à 4 Mann lieferten sich hitzige Kämpfe im nassen Sand und verausgabten sich beim Slacken und Bouldern. Belohnt wurden die glücklichen Recken der „Grünen Propeller“ mit 4 gesponserten Karten für das Bergsichten Festival im November.

Aber auch die weiteren Platzierungen wurden mit Sachpreisen von GEOQUEST, Bergsport Arnold und HUDY-Sport bereichert. Alles in allem war der Mannschaftswettkampf absolut lohnenswert und auch ein Wettstreit für jene, die noch nie Fels an der Hand hatten, da man sich durch die anderen Disziplinen immer im Rennen halten konnte.

Durch die rege Teilnehmer-und auch Besucherzahl wird es wohl auch im kommenden Jahr wieder einen Elbsandsteinbouldercup geben. Danke an alle Helfer und Sponsoren, ganz besonders der Toskana Therme für die Bereitstellung des Geländes und Gundula Strohbach von der Bad Schandauer Kur und Tourismus GmbH und der Kletterschule Elbsandsteinreisen für die Organisation des ganzen Events.

Finanziert wurde die ganze Veranstaltung mit Mitteln des Ziel III Projekts "Gemeinsame touristische Entwicklung Bad Schandau -Ceska Kamenice".