Finale des DAV-Bouldercups und Auftakt des Speedcups 2008

Da wo die die Fischer mit ihren Booten auf den See hinausfahren und ihre Netze ins liebliche Wasser des Bodensees werfen und die Sonne des Abends an der Anlegestelle glutrot leuchtet... Moment, falscher Film - aber die Location stimmt!

Markus HoppeMan braucht mittlerweile nicht mehr groß die Werbetrommel zu rühren – das Boulderevent hat sich bereits nach wenigen Jahren zu DEM Sommer-Klassiker entwickelt: Der traditionelle Abschluss des DAV-Bouldercups im Rahmen des dreitägigen VauDe-Bouldercups auf der Uferpromenade in Überlingen hat schließlich einiges zu bieten:Eine top Outdoor-Location am Ufer des Bodensees, tolle Stimmung und die finale Spannung, wer denn das Rennen um den deutschen Meistertitel im Bouldern machen wird. Und außerdem steigt danach die Boulder-Party in der Krone in Überlingen – ein Grund mehr an den Bodensee zu fahren…

Zwar wird es in diesem Jahr aus technischen Gründen leider (noch!) nichts mit den angekündigten Pontons im See, auf denen die Wände stehen, aber das dürfte der Stimmung und dem sportlichen Wert des Cups keinen Abbruch tun, zumal die hoffentlich wieder zahlreich antretenden Starter aus den Nachbarländern Österreich und Schweiz für internationales Flair sorgen werden.

Bei den Herren ist der Titel praktisch schon vergeben…

…denn Andre Borowka (SBB) hat sich mit zwei Siegen und einem zweiten Platz mit 95 Punkten Vorsprung an die Spitze der Gesamtwertung gesetzt – er muss in Überlingen nur noch antreten, um den Pokal mit nach Hause nehmen zu können. Trotzdem wird es noch einmal spannend, denn die weiteren Podiumsplätze sind noch nicht sicher – hier haben sowohl Markus Hoppe (SBB), Jonas Baumann (Wuppertal) als auch Peter Würth (Ludwigshafen) noch Chancen auf den Vizemeistertitel. Was die Tageswertung angeht, werden allerdings auch noch die Starter aus Österreich und der Schweiz ein Wörtchen mitreden wollen – bei den Österreichern zählt der Bouldercup ebenfalls zur OeAV-Bouldercup-Serie.

Alles offen bei den Mädels

Anders als bei den Herren haben praktisch noch alle Damen auf den Rängen 1-4 der Rangliste Chancen auf den Gesamtsieg. Derzeit führt Natalie Sailer (Augsburg) vor Milena Krämer (Erlangen), Ines Bischoff (Reutlingen) und Monika Retschy (München-Oberland). Vor allem wenn die für Allgäu-Immenstadt startende Monica Lind nach ihrer Pause bei den Cups in Kitzbühel und Pforzheim wieder einsteigen wird, dürfte es hart werden, ihr den Tagessieg streitig zu machen – immerhin stand sie in diesem Jahr bereits drei mal im Finale eines Boulder-Weltcups und sogar bereits ein mal auf dem Treppchen – in Hall wurde sie Dritte.

Auch Juliane Wurm (Wuppertal) ist eine heiße Anwärterin auf den Tagessieg – die noch amtierende Deutsche Bouldermeisterin, die erst vor wenigen Wochen von einem Frankreich-Austausch zurück gekommen war und deshalb nicht an den ersten drei Bouldercups teilgenommen hatte, zeigte mit ihrem 13. Platz Anfang Juli beim Boulder-Weltcup in Montauban (F), dass auch sie Anschluss an die Weltklasse im Bouldern finden kann. Aber wie gesagt: Da gibt es ja auch noch die Österreicher und hier vor allem die neue Boulder-Weltcup-Gesamtsiegerin Anna Stöhr, die sich ja vielleicht auch an den Bodensee begeben wird…

Auftakt zum Deutschen Speedcup am See

Vor allem der nächtliche Speedcup wird bei den Zuschauern wieder für Stimmung sorgen – bei den schnellen Herren ist vor allem das Trio Johannes Lau (Frankenthal), Jonas Baumann (Wuppertal) und Peter Würth (Ludwigshafen) zu den Top-Favoriten zu rechnen, aber auch ein Mathias Conrad (Zweibrücken) ist immer für eine schnelle Überraschung gut – vor allem wenn er wieder seine bewährte (O-Ton:) „Talismann-Unterhose“ mit den Comic-Schafen anziehen wird…

Bei den Damen darf man vor allem auf die junge Isabell Haag (Schwaben) gespannt sein, die der amtierenden Speed-Meisterin Natalie Sailer (Augsburg) gehörig Dampf machen wird – Isabell hat mit ihrem zweiten Platz im Speed beim EYS in Wuppertal gezeigt, dass sie mit den besten Speed-Spezialistinnen aus Osteuropa mithalten kann – und das mit nur minimalem Speed-Training. Dieses will sie allerdings noch verstärken, denn mit ihrem zweiten Platz hat sie sich für die Jugend-WM Ende August in Sydney qualifiziert, und hier will sie natürlich optimal vorbereitet den Angriff auf das Podium starten – auch wenn die Konkurrenz mit den Mädels aus Asien und Südamerika sehr stark sein wird.

Partner des DAV-Bouldercups:

  • VauDe/ edelrid
  • bänfer
  • T-Wall
  • SintRoc/ ecogrips
  • Mountains2b
  • Klettern
  • Climbing.de