Bei fast winterlichen Temperaturen feierte die Gilchinger Meisterschaft am 15.05. ihren gelungenen Einstand. Mit viel Spaß kletterten Jung und Alt, vom Hobbykletterer bis zum ambitionierten Leistungskletterer um die Wette.

Gilchinger Meisterschaft feiert Premiere

Zum ersten Mal wurden die Meister im Einzugsgebiet der neuen Kletterhalle im Münchner Westen, in Gilching, ermittelt. Die 1. Gilchinger Meisterschaft lockte dennoch viele Kletterbegeisterte auch aus der weiteren Umgebung, z.B. bis aus Erlangen, an. Die Teilnehmerzahl war auf 120 begrenzt, es hätten auch locker 100 Teilnehmer mehr werden können, denn die Teilnehmerklassen waren zum großen Teil bereits Wochen vor dem Termin ausgebucht.

Fotostrecke: Gilchinger Meisterschaft 2010

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Fotos: © Arthur Müller

Einige angesagte Favoriten für den Oberlandcup 2010 brachten sich in die „Poleposition". Die Sieger des Oberlandcups werden traditionell auf der Münchner Stadtmeisterschaft am 19.06. ermittelt (Anmeldung: hier…). Ein Teaserfilm mit Ausschnitten der Gilchinger Meisterschaft bringt die gute Stimmung rüber und macht Lust auf die Münchner Stadtmeisterschaft.

Gilchinger Bürgermeister als Schirmherr
Nasskaltes Wetter hatte am 15.5. vielen bayerischen Kletterern einen Strich durch die Rechnung gemacht. Entsprechend freuten sich die Teilnehmer der Gilchinger Meisterschaft, die ab 8.00 Uhr in die im gleichnamigen Münchner Vorort gelegene Kletteranlage strömten, über die Möglichkeit, anspruchsvoll klettern zu können. Viele altbekannte Gesichter aus der oberbayerischen Kletterszene waren darunter, was der Veranstaltung einen familiären Charakter gab.

Eröffnet wurde die Veranstaltung vom Gilchinger Bürgermeister, Herrn Manfred Walter, der die Teilnehmer im äußersten Münchner Westen willkommen hieß. Ein weiteres Grußwort sprach der stellvertretende Vorsitzende der DAV-Sektion München, Herr Gerold Brodmann, der "Vater der Gilchinger Kletterhalle".

Favoriten behaupten sich in der Quali
Die Quali war geprägt von teils raffinierten Rotpunktbouldern (je 15 für Kinder und Jugend/Erwachsene), einer fordernden Route je Altersklasse und 3 Spaßstationen (Hangelseil, Klettersteig und Klimmzugstange). Ein dickes Lunchpaket sorgte für das leibliche Wohl der Kletterbegeisterten. Das Tüfteln an den Bouldern erfreute besonders die Erwachsenen. Markus Grünebach (München-Oberland) bestärkte seine Favoritenrolle und topte als einziger alle Boulder und die Herrenroute. Bei den Damen führte nach der Quali die favorisierte Patricia Lihs (Landshut).

Erwartungsgemäß konnte sich bei der männlichen Jugend Florian Wientjes (München-Oberland) vom Feld absetzen. Bei der weiblichen Jugend wurde Helena Bezold (Erlangen) ihrer Favoritenrolle gerecht. Die Kinderklasse wird mit jedem Jahr stärker. Eigentlich hätte die Kinderroute (8-) im selben Schwierigkeitsgrad wie die Jugendroute liegen müssen (8+!), um die kleinen Überflieger für das Finale herauszufinden. 8 Kinder (fünf Jungs und drei Mädchen) erzielten in der Quali jedoch die Höchstpunktzahl und lagen damit gleichauf!

Veronika Hofmann und Kilian Kastner gewinnen den High Jump
Ein (nicht geplantes) Halbfinale musste für die Kids aus dem Boden gestampft werden. Was lag näher als das Können der hochkarätigen Nachwuchskletterer an den Erwachsenenbouldern zu prüfen? Hier zeigte Isabell „Isi" Adolph (München-Oberland) Flagge. Sie bewältigte, zum Erstaunen vieler Anwesender, einen der schwersten Erwachsenenboulder mit geradezu spielerischer Leichtigkeit. Bei den Jungs bewies der Gewinner des CLIMB FREE 2010, Jakob Nibler (München-Oberland), Klasse.

In der Umbaupause zum Finale folgte der obligatorische High Jump. Hier dürfen alle mitmachen, auch Helfer und Kadermitglieder. Der High Jump erfreut sich in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit. Im Rahmen des Oberlandcups nehmen an dieser bis dato allein von Männern bestimmten Disziplin seit 2 Jahren auch Frauen teil. Hier verbuchte Veronika Hofmann aus Peiting den Sieg für sich und gewann ein Pad von Mammut.

Das andere Mammut-Pad ging bei den Herren erneut an Kilian Kastner (München-Oberland). Jugendnationalkadermitglied Sammy Adolph (München-Oberland), der große Bruder von Isi und im Schrauberhelferteam dabei, scheiterte nur ganz knapp.