Nachdem ich heute von Gräfenberg aus mit dem MTB bis durchs Püttlachtal gefahren bin, habe ich die Tour glatt wieder bereut. Die Hohe Nase im hintersten Püttlachtal gelegen hat immerhin fast 25 Jahre Sportklettern getrotzt und war von den gescheiterten freien Nasenbegehungen abgesehen ein abgelegener Spielplatz der aussterbenden Rasse Abenteuerkletterer gewesen. Jetzt wurde mit 20-30 Haken saniert, Ein- und Ausstiegsvarianten eingebohrt, d.h. das ganze konsumfertig der Klettergemeinde zur Verfügung gestellt. Leute – hier könnt ihr euch noch schnell einige Erstbegehungen holen – der Fels ist nauturgemäß trocken! Alle Abenteuerkletterer können sich den Zapfen jetzt als mögliches Ziel wieder abschreiben, es sei denn, man flext den Kram halt wieder ab… Interessant wäre es auch abzuklären, ob diese Massivsanierung mit der Gemeinde Pottenstein abgeklärt worden ist, nachdem die „Promnade“ der Luftkurgäste quasi direkt unter dem recht splittrigen Felsen verläuft. Mich selbst stimmen solche selbstherrlichen Aktionen recht traurig, auch wenn dies unsere selbsternannten Helden der Bohrmaschine nicht nachvollziehen können! Bernhard Seidl