Die Route im freien Begehungsstile gilt als schwerste Route an der Nordwand der Grossen Zinne. Die 'Pellisier' wurde 1967 von den Italienern Minuzzio und Camilotto im hakentechnischen Stil erstbegangen und erhielt von Bubu Mauro Bole 2004 die erste freie Begehung.

Bereits 2004 traf Ines Papert Kurt Astner- auf dessen Konto schon zahlreiche schwierige Erstbegehungen in den Dolomiten gehen – um ein gemeinsames Projekt an den Zinnen zu planen. Im Frühsommer 2005 war bei Ines nach einem anstrengenden Klettertag vor Ort die Begeisterung für die Wand und die Route geweckt. Wegen eines Sturzes an der Marmolada Südwand im Juli 2005 musste sie den Plan jedoch um ein Jahr verschieben, Kurt Astner dagegen schaffte die erste Wiederholung rotpunkt.

INES PAPERT AN DER GROSSEN ZINNE NORDWAND

Zinne Zinne



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Im Juni 2006 zwangen die Kletterin immer wieder Gewitter zum Rückzug. Mit Hilfe von Monika Kalsperger hatte sie das Statikseil bis über die letzte schwierige Seillänge fixiert und konnte so unabhängig in der Wand klettern und mittels Steigklemme kontinuierlich Seillänge für Seillänge auszuloten. Nach insgesamt ca. 10 Tagen allein in der Route wagte sie einen Versuch, in dem sie alle Seillängen vorsteigen wollte. Doch es sollte noch nicht so weit sein: Nach einem Sturz in der 6. Seillänge fand sie zwar eine bessere Lösung im Dach, allerindgs verließen sie die Kräfte.

Am Morgen des 20. Juli startete das Trio Wasti Schöndorfer, Fotograf Rainer Eder und Ines Papert zur Wand. Nach 11 Seillängen und ein paar brüchigen leichteren Längen bis auf die Dibonakante endet die eigentliche Route am frühen Nachmittag. Das Trio kletterte weiter und stand um sechs Uhr abends auf der Großen Zinne.

Die Bewertung der einzelnen Seillängen
01. Seillänge 7b+
02. Seillänge 7c (7c+)
03. Seillänge 8b (8a+)
04. Seillänge 8a (7c+)
05. Seillänge 7a
06. Seillänge 8a+ (8a+/8b)
07. Seillänge 6c+
08. Seillänge 6a
09. Seillänge 6b
10. Seillänge 5
11. Seillänge 5
weitere leichte Seillängen auf der Dibonakante zum Gipfel

Hinweis:
Nach der Tour ergab sich im Gespräch mit Bubu Mauro Bole, dass er 2004 alle Stellen sehr direkt geklettert hatte und seine Bewertung darauf bezog und es ausserdem schwierig sei, sich bei einem teils brüchigen Felsauf eine Bewertung festzulegen. Deshalb geringfügige Korrekturen von Ines Papert in Klammern, ohne Anspruch auf Korrektheit.

Download:
Text von Ines Papert
zur Begehung (PDF)

Siehe auch:
www.ines-papert.de
www.alpenverein.de