ISPO Bouldercup 2009: Bruno Bärenstark!

Für Bruno Vacka war der erste Einzug in ein Bouldercup-Finale gleich auch der ganz große Wurf: Platz eins für den Kletterhallenbetreiber aus Rosenheim und damit auch DIE Überraschung beim Auftakt der nationalen Wettkampfsaison 2009.

Schon mittlerweile traditionell fiel der Startschuss ins Wettkampfjahr auf der ispo – bereits seit etlichen Jahren fungiert die Sportartikelmesse erfolgreich als Partner des Bouldercups und hatte auch in diesem Jahr wieder auf dem Snow, Ice und Rock-Summit einen perfekten Rahmen bereitgestellt.69 Herren und 18 Damen wollten es wissen und stellten sich den Bouldern der „Luxus-Routenbauer-Crew“ bestehend aus Christian Bindhammer, Manuel  Brunn, Christoph Müller, Luke Brady und Christoph Reichert.


Zur Galerie von Nicolas Altmaier (33 Bilder)

Vor allem zum Halbfinale brummte das Haus: Gut 900 Zuschauer  wollten die Vorentscheidung zum Finale sehen. Hier gab es dann doch die eine oder andere personelle Überraschung: Bei den Herren waren gleich einige der Favoriten am Finale vorbeigeschrammt oder deutlich gescheitert:Mit zu vielen Versuchen in den tendenziell eher leichteren Bouldern mussten finalverwöhnte Kandidaten wie Vorjahresbouldermeister Andre Borowka (SBB, 10.),  Peter Würth (Ludwigshafen, 21.), Aric  Merz (Freising, 11.), Thomas Tauporn (Schwäb.-Gmünd, 8.) und auch der Deutsche Lead-Meister Jan Hojer (Frankfurt, 12.) vorzeitig den Chalkbag zumachen.

Dafür schlug in der Runde der letzten 6 die Stunde des Bruno Vacka: Nachdem er zuvor als bestes Ergebnis einen 11. Platz bei einem Bouldercup zu Buche stehen hatte, schien sich das Training in der eigenen Halle ausgezahlt zu haben: Er war der Einzige, der den letzten Finalboulder flashen konnte – damit sicherte er sich seinen ersten Cupsieg und war entsprechend begeistert!Dabei hatten es die Finalboulder der Herren in sich: Nur zwei konnten überhaupt geklettert werden; Platz 1 -4 wurden über die Versuche an den jeweiligen Bouldern vergeben.

Spektakulär und Highlight für die Zuschauer der weite Doppel-Dyno, der doch einiges an Respekt in den Augen der Akteure verursachte. Aber hier galt letztendlich bloß: „Trau Dich!“ – kaum einer, der zum Flug ansetzte, verfehlte den Zielgriff zwei Meter weiter rechts. Hinter Vacka hatte Stefan Danker (Landshut) hauchdünn die Nase aufgrund der besseren Vorrundenplatzierung vorn vor Daniel Jung (Siegerland). Markus Hoppe (SBB) wurde Vierter vor  Jonas Baumann (Wuppertal) und Mathias Conrad (Zweibrücken).