Jugend- & Junioren Europameisterschaften 2013: ÖWK-Nachwuchs holt viermal Edelmetall im Bouldern

Bei der Jugend- & Junioreneuropameisterschaft 2013 im Bouldern im schweizerischen Grindelwald präsentierte sich Österreichs Kletternachwuchs von seiner besten Seite. Am Fuße von Eiger, Mönch und Jungfrau bouldern die Salzburgerin Karoline Sinnhuber und die Steirerin Victoria Klemm zum Doppelsieg bei den Juniorinnen. Die Niederösterreicherin Jessica Pilz (Jugend A - U18) sowie die Oberösterreicherin Franziska Sterrer (Jugend B - U16) versilbern ihren EM-Einsatz ebenfalls.

Jugend- & Junioren Europameisterschaften 2013 Nachdem seit rund zwei Monaten Anna Stöhr, Jakob Schubert und Co im Boulderweltcup von sich Reden machen, war es nun auch für Österreichs Nachwuchs-Boulderer Zeit ins internationale Wettkampfgeschehen einzugreifen. Der internationale Wettkampfkalender 2013 bot mit den Nachwuchs-Europameisterschaften im Bouldern gleich zu Beginn ein Highlight für Europas Kletternachwuchs. 234 Nachwuchs-Athletinnen aus mehr als 20 europäischen Nationen boulderten um die begehrten Medaillen in den Kategorien U16 bis U20. European Youth Bouldering Championship 2013

Doppelsieg für Österreichs Juniorinnen

Für einen Auftakt nach Maß sorgten Österreichs Juniorinnen. Mit Anna Vollenwyder (OeAV ÖGV), Karoline Sinnhuber (OeAV Saalfelden), Victoria Klemm (OeAV Graz) und Berit Schwaiger (OeAV Innsbruck) qualifizierten sich alle vier Österreicherinnen für das Finale der besten sechs Damen.Im Finale hatte dann schlussendlich die Salzburgerin Karoline Sinnhuber die Nase vorn. Als einzige Athletin konnte sie zwei der drei Finalboulder toppen und sicherte sich den EM-Titel vor Teamkollegin Victoria Klemm, die ihre Silbermedaille aus dem Vorjahr somit erfolgreich verteidigen konnte. Platz drei ging an die Französin Manon HILY. Berit Schwaiger und Anna Vollenwyder sorgten mit den Plätzen vier und fünf für ein überragendes Mannschaftsergebnis bei den Juniorinnen.

Bei den Junioren boulderte der Tiroler Elias Weiler (OeAV Innsbruck) mit Platz 4 haarscharf an einer EM-Medaille vorbei. Lediglich ein Topversuch zu viel kostete dem 17-jährigen die zweite EM-Medaille nach 2011. ÖWK-Nachwuchs holt viermal Edelmetall im Bouldern

Jugendweltmeisterin im Vorstieg glänzt auch bei der Boulder-EM

Dass die 16-jährige Niederösterreicherin Jessica Pilz (OeAV Amstetten-Haag) zu den weltweit größten Talenten im Klettersport zählt ist hinlänglich bekannt. Mit welcher Konstanz die junge Österreicherin aber seit zwei Jahren bei nahezu jedem Großereignis Medaillen hamstert beeindruckt. "Die Konstanz die Jessica in ihrem Alter bereits an den Tag legt ist beeindruckend. Sie ist ein Rohdiamant und wird dem Österreichischen Klettersport in Zukunft sicher noch viel Freude bereiten!" blickt Teamcoach Ingo Filzwieser der Zukunft optimistisch entgegen.

Diese Konstanz zeigte Pilz auch bei der Boulder-EM in Grindelwald. In einer spannenden Entscheidung sicherte sich Pilz EM-Silber hinter der Französin Margaux Pucheux und vor der Serbin Stasa GEJO.

Franziska Sterrer "versilbert" ihren Einsatz in der Kategorie Jugend B – U16

Die 14-jährige Oberösterreicherin Franziska Sterrer (NFÖ Vöcklabruck) stellte in Grindelwald einmal mehr ihr Talent unter Beweis. Unter 39 Starterinnen aus 15 Nationen boulderte die junge Vöcklabruckerin auf den hervorragenden zweiten Platz hinter der Slowenin Janja GARNBRET. Nach EM-Bronze im Vorjahr ist die Silbermedaille ihr bisher größter internationaler Erfolg.

Top-Ten Platzierungen in allen Kategorien

Neben den vier Medaillen konnte Österreichs Kletternachwuchs zahlreiche weitere Top-Platzierungen erklettern. Jan-Luca Posch (OeAV Imst-Oberland), Johanna Färber (OeAV Graz) und Alina Wojnar (OeAV ÖGV) konnten in der Kategorie "Jugend B – U16" weitere Top-Ten Platzierungen erzielen. In der Kategorie "Jugend A – U 18" boulderten Bernhard Röck (OeAV Innsbruck), Georg Parma (NFÖ Eichgraben) sowie Julia Pinggera und Hannah Schubert (beide OeAV Innsbruck) ebenfalls in die Top-Ten.

"Wir konnten von der U 20 bis zur U 16 in allen Kategorien Top-Ten Plätze erzielen. Das ist sehr erfreulich und zeigt, dass in den Vereinen, in den Landesleistungszentren und im Jugendnationalteam sehr gut gearbeitet wird. Dafür möchte ich mich bei allen Beteiligten bedanken!" war ÖWK-Nachwuchskoordinator Ingo Filzwieser mit dem Abschneiden bei der Nachwuchs-EM in Grindelwald durchwegs zufrieden.