FreitagFreitagDer Tag für die Teilnehmer der Halbfinalwettbewerbe im Vorstieg begann mit einer Besichtigung. Der Weg führte die jungen Kletterer aber nicht auf einen Stadtrundgang durch ihre Gastgebergemeinde, sondern, wie könnte es anders sein, in die Kletterhalle. Dort hatten die Routensetzer ganze Arbeit geleistet und 6 Halbfinalrouten, für jede Altersklasse eine, perfekt vorbereitet.

Das Halbfinale wurde, wie bei solchen Wettkämpfen üblich, on sight geklettert, d.h. die Kletterer haben eine kurze Zeit zur Verfügung, in der sie die Route besichtigen können. In diesen wenigen Minuten müssen sie sich möglichst die genaue Abfolge der Griffe einprägen und sich mit schwierigen Passagen auseinandersetzen. Danach geht`s ab in den Isolationsraum. Dort muss jeder Teilnehmer so lange warten, bis er an den Start gehen darf. Ein Profitieren vom Vorgänger ist somit nicht möglich.

In jeder Wettkampfgruppe waren 26 Climber am Start. Die deutsche Mannschaft war mit dem gesamten Kader vertreten. Alle neun Athleten waren motiviert bis in die Haarspitzen.

Strahlegesichter gab es dann vor allem bei Jan Hojer, Thomas Tauporn (Jugend B)und Lisa Knoche (Juniorinnen), denen der Finaleinzug gelang. Der Rest des Teams trug die Niederlage mit Fassung, was an diesem Tag nicht jedem Kletterer gelang. Ein junger Slowene, der von der Jury disqualifiziert wurde, konnte sein Pech nicht fassen und lief weinend aus der Halle.

FreitagPunkt 14 Uhr war die Imster Kletterhalle wieder zum Bersten gefüllt. Ausgerechnet vor dem mit Spannung erwarteten LEAD-Finale gab es leider die erste Panne, in dem bis dahin perfekt organisierten Wettkampf. Die Hubmaschine, die den Routensetzern die Arbeit erleichtern sollte, fiel aus. Doch das Organisationsteam löste diese Herausforderung mit Kreativität und Muskelkraft, so dass das Finale mit zweistündiger Verspätung doch noch stattfinden konnte.

FreitagAuch die letzte WM-Route musste on sight geklettert werden und es zeigte sich schnell, dass die Routensetzer anspruchsvolle Wege gebaut hatten. Kein einziger Finalteilnehmer schaffte es eine Route Top zu klettern. Spannend war es aber allemal!

In der Gruppe Jugend B, weiblich gewann die österreichische Favoritin Johanna Ernst. Thomas Tauphorn, von seinem Team nur „Shorty“ genannt, musste sich zwar einigen „längeren“ Konkurrenten geschlagen geben, kletterte aber mit Geschick und Technik auf Platz 5 in der Gruppe Jugend B, männlich. In der gleichen Altersklasse erreichte Teamfreund Jan Hojer Rang 8.

FreitagDie Französin Charlotte Durif war die beste in der Altersklasse Jugend A, weiblich.

In der Altersklasse Jugend A, männlich, hatten viele auf einen Sieg von David Lama gesetzt. Der Weltmeister von 2005 musste sich aber dem Japaner Sachi Anma und seinem Teamkollegen Jakob Schubert geschlagen geben, die an diesem Tag einfach einen Griff mehr drauf hatten. David blieb ruhig wie gewohnt und freut sich schon mal auf seine Teilnahme am legendären Rockmaster in Arco/ Italien am nächsten Wochenende.

Auch Katharina Sauerwein aus Österreich und der Kanadier Sean McColl werden in Arco an den Start gehen dürfen. Denn außer der Goldmedaille in ihrer Altersgruppe (Junioren/ Juniorinnen) gewannen sie auch einen heiß begehrten Startplatz beim Kletterturnier der weltbesten Kletterer.

Die genauen Platzierungen in allen Startgruppen findet man auch unter wettkampf.sportzentrum.at/wm2006/

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Siehe auch:
www.alpenverein.de
wettkampf.sportzentrum.at
www.digitalrock.de
www.uiaaclimbing.com
www.augenblicke.tv

ZUR PERSON

Torsten Wenzler
[Text & Fotos]
www.augenblicke.tv

  • Geboren 1963 in Albstadt
  • Hauptberuflich als Lehrbeauftragter für Informatik an einem Lehrerseminar und freiberuflich als Photograf tätig
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