Am 05.03.2009 lud ÖWK-Athletin Bettina Schöpf gemeinsam mit ihrem Lebenspartner und persönlichen Betreuer Roland Greinig zahlreiche Medienvertreter, Sponsoren und Vertreter des Österreichischen Wettkletterverbandes in die Kletterhalle Imst ein.

Erste Österreicherin auf einem Podestplatz im Weltcup

Sechs Jahre nachdem Bettina Schöpf als erste Österreicherin einen Junioren WM-Titel holte, setzte sie erneut Maßstäbe im österreichischen Sportklettergeschehen. Im Juni 2003 kletterte Bettina Schöpf als erste Österreicherin überhaupt bei einem Weltcup auf das Stockerl. Im italienischen Lecco, wo sie im Jahr zuvor den 4. Platz belegte, schaffte sie den 3. Rang.

Erste österreichische Europameisterin im Sportklettern

Das Jahr 2004 war das Jahr der Bettina Schöpf. Bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften sicherte sie sich souverän den Titel, sorgte mit Platz 2 beim Heim-Weltcup in Imst für den ersten Österreichischen Doppelsieg bei einem Weltcup (Siegerin Angela Eiter) und fuhr mit mehreren Top-Ten-Platzierungen im Weltcup in Topform zur Europameisterschaft nach Lecco (ITA).

In Lecco gelang es Schöpf erneut neue Maßstäbe im österreichischen Klettersport zu setzen! Sie stieß mit dem Sieg bei der Europameisterschaft in eine Dimension im Sportklettern vor, die kein österreichischer Kletterer je vorher erreichte, weder bei den Damen noch bei den Herren. "Ich fuhr damals bereits mit einem tollen Gefühl zur EM nach Lecco, denn dort konnte ich im Jahr 2003 meinen ersten Stockerlplatz belegen. Die Wand lag mir einfach, es war sozusagen meine Lieblingswand!" erinnert sich Bettina gern an die Stätte ihres größten Triumphs zurück.Dieser Titel war sozusagen die Initialzündung für das Österreichische Team, das in den darauf folgenden Jahren mehrere EM- und WM-Titel in der allgemeinen Klasse (Eiter, Stöhr, Lama, Ernst) sowie Medaillen am laufenden Band für den Österreichischen Wettkletterverband gewann.

Vom Verletzungspech verfolgt

Auf sportliche Glanzleistungen folgten leider immer wieder langwierige Verletzungen. Im Jahr 2005, dem Jahr nach dem Gewinn des Europameistertitels, konnte Bettina verletzungsbedingt an keinem Bewerb teilnehmen. 2006 nahm Schöpf nur an nationalen Bewerben teil. 2007 erfolgte der erneute Einstieg in den Weltcup. Nach einem sehr guten Aufbautraining im Winter 2007/2008 schaffte Bettina im Jahr 2008 erstmals wieder den Sprung in ein Weltcup-Finale.In Chamonix belegte sie den 7. Platz und beim Weltcup in Bern den sehr guten 6. Platz. Im Jahr 2009 konnte Bettina mit dem 10. Rang bei der Weltmeisterschaft in Xining (CHN) noch einmal unter Beweis stellen, dass sie nach wie vor zur erweiterten Weltspitze im Sportklettern zählt.

Mehr als 15 Jahre Leistungssport gingen jedoch nicht spurlos an der sympathischen Tirolerin vorbei. Körperliche Überbelastungen bereiteten ihr kontinuierlich Schmerzen und machten das Training immer mehr zur Qual. "Gute Trainingseinheiten waren nicht mehr durchführbar und somit kam die Entscheidung: 15 Jahre Leistungssport – das ist genug. Auch wenn der Kopf will, mein Körper sagt mir etwas anderes!" erklärte Bettina Schöpf wehmütig mit Blick auf die Heimeuropameisterschaften 2010 in Imst und Innsbruck.

Karriere nach der Karriere

Bettina Schöpf war neben dem Leistungsklettern auch stets ihre berufliche Ausbildung sehr wichtig. Sie absolvierte die Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik in Zams und legte dort 1999 die Reifeprüfung ab. Gleich anschließend begann Bettina mit dem Studium der Pädagogik in Innsbruck, welches sie auch erfolgreich abschließen konnte. Im Jahr 2008 absolvierte sie weiters erfolgreich die Ausbildung zur staatl. geprüften Klettertrainerin an der Bundessportakademie in Innsbruck.

Ihre langjährige Erfahrung im Klettersport, Lehren und Unterrichten ist der Grundstein für ihre Karriere nach der Karriere. Bettina Schöpf widmet sich ab sofort ihrer eigenen Kletterschule www.inout.cc -Kletterschule Bettina Schöpf. In Kooperation mit der Kletterhalle und mit dem langjährigen Hauptsponsor TIROLER VERSICHERUNG wird Bettina Schöpf ihre langjährige Erfahrung und ihr Wissen im Sportklettern in der Nachwuchsarbeit einbringen und somit auch weiterhin einen wichtigen Beitrag zum Sportklettergeschehen in Österreich leisten.

Größte sportliche Erfolge:

  • Europameisterin im Vorstieg, 2004 -Lecco (ITA)
  • Juniorenweltmeisterin im Vorstieg, 1997 -Imst (AUT), 1998 – Moskau (RUS)
  • 2. Platz Weltcup im Vorstieg, 2004 -Imst (AUT) , 2004 – Aprica (ITA)
  • 10-fache Österreichische Staatsmeisterin