Nur ein Tag trennt die deutschen und österreichischen Kletterer von ihrem großen Saison-Höhepunkt, der Kletter-Europameisterschaft in Paris.

David Lama
David Lama.

Nur noch einen Tag müssen Österreichs Kletterer ausharren, morgen erfolgt dann endlich der Startschuss zum diesjährigen Wettkletter-Höhepunkt, der Europameisterschaft in Paris.Von Mittwoch bis zum Samstag (15.-18. Oktober) heißt es für die Athleten alles geben, denn wer in Paris einen kühlen Kopf bewahrt und seine Leistung an der Kletterwand umsetzen kann, dem ist für die nächsten zwei Jahre der Titel des Europameisters sicher.

Österreich startet mit einer viel versprechenden 15-köpfigen Truppe Richtung Paris. Vorne Weg ist das Augenmerk aber auf die die unmittelbaren Titel-Anwärter Anna Stöhr, Johanna Ernst und Kilian Fischhuber gerichtet.

Jeder der drei Athleten hat in seiner Disziplin heuer schon Top-Leistungen erbracht, die sich auch im Gesamt-Weltcup wieder spiegeln: Anna Stöhr ist vorzeitige Gesamtsiegerin im Boulder-Weltcup, Johanna Ernst kürte sich zur jüngsten Gesamtsiegerin im Vorstiegs-Weltcup und Kilian Fischhuber erreichte zum dritten Mal  das oberste Podest im Boulder-Gesamtweltcup der Herren.
 
Trotz dieser hervorragenden Zwischenbilanz warnt Team-Coach Heiko Wilhelm: „Bei einem Großereignis gelten immer eigene Regeln. Sicher sind die Erwartungen hoch, denn die bisherigen Erfolge sprechen eine deutliche Sprache, aber wir werden sehen. Wenn die Athleten im Stande sind ihre bisherigen Leistungen abzurufen, können wir mit einigen Medaillen rechnen.“
   
Zwei Namen fehlen aber auf der Liste des viel versprechenden rot-weiß-roten Kletterteams. Österreichs Aushängeschilder David Lama und Angela Eiter müssen sich das vertikale EM-Spektakel vom Boden der Tatsachen aus anschauen.

Dass die  zweifache Weltmeisterin Angy Eiter die EM von zu Hause aus verfolgen muss, steht leider schon seit ein paar Wochen fest. Die 22-Jährige hatte sich bei einem Weltcup-Einsatz im September in der Schweiz verletzt und kann nach erfolgter Operation erst im nächsten Jahr wieder im Wettkampfgeschehen mitmischen.

Aber auch David Lama muss sich mit Bildern aus Paris begnügen. Der 18-Jährige, der die ganze letzte Woche mit Fieber im Bett gelegen hatte, war bis zuletzt so geschwächt, dass ein Start nicht in Frage kam.