Kletterweltcup 2014 in Chamonix: Zweimal Lead-Silber für Österreich

Eine positive Überraschung lieferte die 18-jährige Salzburger Speed-Nachwuchshoffnung Alexandra Elmer, die den Österreichischen Rekord auf der 15-Meter Normroute auf 09,01 sec drückte und sich mit dieser Leistung Platz 6 in Mitten der Speed-Weltspitze sicherte.

Fotostrecke: Kletterweltcup 2014 in Chamonix

Fotos: © Heiko Wilhelm (OeWK)

Ein Meer an Kapuzen, der Gipfel des geschichtsträchtigen Mont Blanc in Wolken gehüllt – der Showdown des zweiten IFSC Vorstiegsweltcups der Saison im französischen Nobelskiort Chamonix wurde Samstagabend (12.07.) seinem alpinen Setting gerecht. Unbeeindruckt davon die OEWK-Athleten Magdalena Röck und Jakob Schubert!

Comeback nach Plan: Zweites Podium für Jakob Schubert

Weltmeister Jakob Schubert präsentierte sich auch im zweiten Weltcup nach seiner Verletzungspause bärenstark: Nach Rang fünf in der Qualifikation am Donnerstag startete der Tiroler am Samstag als Führender nach dem Semifinale ins große Finale.

Regen, Nässe und einer äußerst selektive Routensetzung prägten das Finale der Herren, in dem Jakob Schubert mit einer Höhe von 24+ auf Platz zwei klettert – überholt nur vom Lead-Gesamtweltcupsieger des Vorjahres Sachi Amma (JPN), der sich mit einer Höhe von 28+ den Sieg am Place du Mont Blanc sichert. Die weiteren Österreicher konnten leider nicht überzeugen und so landeten Bernhard Röck (31.), Mario Lechner (35.), Matthias Schiestl (41.) und Lukas Köb (42.) außerhalb der Punkteränge.

O-Ton Jakob Schubert: "Ich bin sehr happy mit meinem Wettkampf hier in Chamonix. Die Routen warten hart und anspruchsvoll, wir wurden ordentlich gefordert.

Und jetzt habe ich nach meinem zweiten Weltcup nach der Verletzung 180 Punkte auf dem Konto – eine coole Sache!"

Magdalena Röck "kratzt am ersten Weltcupsieg"

Ihre starke Form einmal mehr bestätigt haben die Youngsters im OEWK-Damenteam: Wie bereits beim Saisonauftaktbewerb in Haiyang (CHN) kletterte Magdalena Röck (OeAV Innsbruck) auch in Chamonix aufs prominent besetzte Podium. Nach Rang drei im Halbfinale überholte die amtierende Juniorenweltmeisterin im Finale auch noch Mina Markovic (SLO) und holte sich in einer spannenden Entscheidung zum zweiten Mal Rang zwei hinter Jain Kim aus Korea.

Ihr Debüt in den Top Ten der laufenden Weltcupsaison feierte Österreichs dreifache Jugendweltmeisterin Jessica Pilz (17 Jahre, OeAV Amstetten/Haag) mit dem ausgezeichneten zehnten Platz in Chamonix, gefolgt von Katharina Posch (OeAV Imst-Oberland) auf Rang 13 und Barbara Bacher (OeAV Innerötztal) als Gesamtsechzehnte. Christine Schranz verfehlte beim Weltcup-Comeback nach mehr als einjähriger Verletzungspause auf Platz 32 knapp die Punkteränge ebenso wie Juniorin Elena Bonapace (OeAV Innsbruck) auf Platz 40.

Mit Highspeed in die Weltspitze

"Die Überraschung" des Speed-Weltcups in Chamonix gelang der 18-jährigen Salzburgerin Alexandra Elmer. In der Qualifikationsrunde "pulverisierte" Elmer ihren erst vor kurzem selbst aufgestellten Österreichischen Rekord von 09,18sec erneut um 17/100 und qualifizierte sich mit neuem Rekord von 09,01 sec souverän für das 1/8- Finale.

Neben Elmer qualifizierte sich mit Speed Junioren-Europameisterin Nina Lach (OeAV Graz) auf Platz 16 eine weitere Österreicherin gerade noch für das 1/8 Finale und belegte schlussendlich den 15. Platz.

Im 1/8-Finale trumpfte Elmer erneut groß auf und setzte sich in 09,05 sec gegen die französische Favoritin Margot Heitz durch. Erst im Viertelfinale war Endstation für die junge Salzburgerin, die mit Platz 6 das beste Speed-Weltcupergebnis einer Österreicherin in der Geschichte feiern durfte.

Ergebnis Lead Herren

Ergebnis Lead Damen