Auf der vorletzten Station des Vorstieg-Weltcup 2012 im japanischen Inzai (27./28.10.2012) präsentierten sich Österreichs Kletterer gestern Sonntag erneut stark. Weltmeister Jakob Schubert kletterte haarscharf am ersten Weltcupsieg der laufenden Saison vorbei und holte sich Platz 2.

Lead Weltcup 2012: Jakob Schubert klettert in Japan auf Platz 2

Mit Mario Lechner überzeugte bei den Herren ein weiterer ÖWK-Athlet in Japan und sicherte sich mit Platz 4 sein bisher bestes Weltcupergebnis. Bei den Damen war einmal mehr Johanna Ernst mit Platz 4 beste Österreicherin.

Fotostrecke: Lead Weltcup in Inzai, Japan

Fotos: © Heiko Wilhelm

Im Matsuyamashita Sports Park in Inzai fiel am vergangenen Sonntag die vorletzte Einzelentscheidung im Vorstieg-Weltcup 2012. Bei den Herren "raubte" ein viel zu leichter Routenbau im Finale Jakob Schubert den möglichen ersten Weltcupsieg in der sich zu Ende neigenden Saison. Gleich sieben von acht Finalisten kletterten die Finalroute top und somit erfolgte der Countback auf das Semifinalergebnis. Der Sieg ging daher an den Spanier Ramon Puigblanque vor Jakob Schubert und dem japanischen Lokalmatador Sachi Amma.

"Es ist ärgerlich, wenn man im Finale eigentlich nicht mehr die Möglichkeit bekommt in den Kampf um den Tagessieg einzugreifen!" haderte Schubert mit dem zu leichten Routenbau.

Im Windschatten von Jakob Schubert setzt sich sein Trainingspartner Mario Lechner in der absoluten Weltspitze fest. Nach überstandenem Infekt präsentierte sich Lechner in Japan wieder in Topform und sicherte sich mit Platz 4 sein bisher bestes Einzelergebnis im Weltcup.

"Mario zeigt nun im Wettkampf das, was wir im Training von ihm schon lange sehen." ist Teamcoach Heiko Wilhelm über Lechners konstanten Topleistungen erfreut.

Im Gesamtweltcup führt unter Berücksichtigung des Streichresultats der Spanier Puigblanque mit 525 Punkten vor dem Japaner Amma (520 Punkte) sowie dem Kanadier McCOLL (447 Punkte). Jakob Schubert liegt auf Platz 4 (438 Punkte) und hat vor dem letzten Weltcup wohl nur noch theoretisch die Möglichkeit, den Gesamtweltcupsieg des Vorjahres zu wiederholen.

Bei den Damen war einmal mehr Johanna Ernst beste Österreicherin. Mit einer Finalhöhe von 47+ sicherte sich die 19-jährige den vierten Rang hinter Tagessiegerin Mina Markovic (SLO), Jain Kim (KOR) und Maja Vidmar (SLO).

Magdalena Röck (Platz 11), Katharina Posch (Platz 12) und Barbara Bacher (Platz 15) konnten sich in Japan nicht unter den Top10 platzieren.

Im Kampf um den Gesamtweltcupsieg bei den Damen hat Johanna Ernst noch theoretische Chancen. Ernst müsste das Weltcupfinale in Kranj gewinnen (SLO, 17./18.11.2012), die Weltcupführende Markovic beim Weltcupfinale ohne Punkte bleiben und die Koreanerin Kim dürfte in Slowenien ebenfalls nicht mehr als 14 Weltcuppunkte holen.