Jakob Schubert bleibt auch im dritten Weltcupbewerb in der Disziplin Vorstieg im Jahr 2011 ungeschlagen und baut die Führung im Gesamtweltcup deutlich aus.

Leadweltcup 2011 in China: Jakob Schubert gelingt dritter Sieg beim dritten Leadweltcup

Schuberts größter Konkurrent im Kampf um den Gesamtweltcup, der spanische Weltmeister Julian Ramon Puigblanque, verfehlte in China mit Platz 5 erstmals das Podium in der laufenden Weltcupsaison und liegt bereits 104 Punkte hinter Schubert in der Gesamtwertung zurück. Bei den Damen sichert sich die erst 17-jährige Katharina Posch ihren ersten Weltcup-Stockerlplatz!

Fotostrecke: Leadweltcup 2011 in China

Fotos: © Heiko Wilhelm (OeWK)

Als Jakob Schubert letzten Dienstag die Reise zu den beiden Weltcupbewerben in China (Xining – 02./03.09. und Changzhi – 07./08.09.) mit dem Österreichischen Nationalteam antrat, war erstmals seit langer Zeit ein kleines Fragezeichen hinter der aktuellen Form von Schubert. Eine starke Sommergrippe setzte Schubert Mitte August mehr als 10 Tage außer Gefecht und erst wenige Tage vor der Abreise nach China konnte der junge Tiroler wieder mit einem leichten Training beginnen.

Doch das Fragezeichen hinter der Formkurve von Schubert verschwand beim Weltcup in Xining schneller als es kam. Mit einer souveränen Leistung in der Qualifikation und im Halbfinale sicherte sich Schubert hinter dem Spanier Puigblanque auf Platz 2 den Einzug ins Finale der besten Acht. Auch Junioreneuropameister Mario Lechner, der in seiner ersten vollen Saison in der allgemeinen Klasse immer näher an die Weltspitze heranrückt, konnte sich in Xining erstmals in der laufenden Saison unter den Top-10 platzieren. Mit Platz 9 im Halbfinale kletterte Lechner um Haaresbreite an seinem ersten Finaleinzug vorbei, schaffte aber durch das gute Resultat den Sprung unter die Top-10 im Gesamtweltcup.

Im abschließenden Herren-Finale war aufgrund des zu leichten Routenbaus Nervenstärke gefragt. Vor Schubert, der als vorletzter in die Finalroute einstieg, konnten bereits drei Athleten die Finalroute durchsteigen. Somit war klar, dass Schubert die Route ebenfalls toppen muss, um zumindest Platz zwei abzusichern.“Ich hab in der Isolationszone mitbekommen, dass schon drei vor mir Top gegangen sind. Da war´s dann echt schwierig für mich, die notwendige Motivation im Finale an die Wand zu bringen, da mir eigentlich klar war, dass der Sieg, auch wenn ich Top steige, nicht zu holen ist, da Ramon (Anm. Puigblanque) die Tour sowieso durchsteigen wird! Irgendwie hab ich mich dann bis zum Top „hinaufgewurschtelt“. Dass das dann sogar zum Sieg reicht, hätt ich im Traum nicht gedacht!“ sprach ein sichtlich erleichterter Jakob Schubert nach dem Finale.

Dass es trotz der leichten Finalroute für Schubert zum Sieg reichte, lag am Spanischen Top-Favoriten Julian Ramon Puigblanque. Den Sieg vor Augen, konnte er den letzten Griff der Route nicht halten und fiel vom ersten auf den fünften Rang zurück. Platz zwei hinter Schubert sicherte sich der Japaner Sachi AMMA vor dem Franzosen Manuel ROMAIN.

In China strahlte Samstag Abend Ortszeit eine junge Österreicherin mit der Sonne um die Wette. Die 17-jährige Katharina Posch kletterte in Xining auf Platz drei und sicherte sich erstmals in ihrer noch jungen Weltcupkarriere einen Platz auf dem Weltcuppodium. Im Finale der besten acht Damen, in das sie nach dem Halbfinale auf Platz vier liegend einzog, konnte Posch mit einer Höhe von 43+ die Slowenin Maja Vidmar, die nach dem Halbfinale noch vor Posch auf Platz 3 lag, überholen und den dritten Gesamtrang belegen. Der Sieg ging an Mina Markovic (SLO) vor Jain KIM (KOR).

In Abwesenheit der 3-fachen Weltmeisterin Angela Eiter, die aufgrund eines Wadenbeinbruches mehrere Wochen pausieren muss, kletterten neben Katharina Posch auch Barbara Bacher und Christine Schranz im Damenbewerb unter die Top-10 und komplettierten mit den Plätzen 8 (Bacher) und 9 (Schranz) das hervorragende Mannschaftsergebnis.

Stimmen zum Weltcup in Xining:

Jakob Schubert:
„Das Finale war viel zu leicht. Dass Ramon (Anm. Julian Puigblanque) beim letzten Zug herausfällt, damit hätte ich nie gerechnet. Im Kampf um den Gesamtweltcup ist der Sieg jetzt natürlich gold wert!“

Katharina Posch:
„Ich freu mich riesig über meinen ersten Podiumsplatz im Weltcup. Ein Traum geht in Erfüllung!“

Teamcoach Heiko Wilhelm:
„Das war mannschaftlich wieder einmal ganz große Klasse. Alle fünf Athlet/innen unter den Top-10, was will man mehr?“

Ergebnis Herren
1 Schubert, Jakob, AUT
2 Amma Sachi, JPN
3 Romain, Manuel, FRA
4 Desgranges, Romain, FRA
5 Julian Puigblanque, Ramón , ESP
6 Tauporn, Thomas, GER
7 Matsushima, Akito, JPN
8 Min, Hyunbin, KOR

Ergebnis Damen

1 Markovic, Mina, SLO
2 Kim, Jain, KOR
3 Posch, Katharina, AUT
4 Vidmar, Maja, SLO
5 Oda, Momoka, JPN
6 Durif, Charlotte, FRA
7 Chereshneva, Yana, RUS
8 Bacher, Barbara, AUT