Nach dem Leadweltcup in Colorado vor wenigen Wochen gewinnt die Steirerin Johanna Ernst auch den Weltcup im französischen Valence. Auf Platz zwei landet ihre Teamkollegin Katharina Posch.

Leadweltcup 2011 in Valence: Doppelsieg für Österreichs Kletterdamen

Jakob Schubert, der bisher den Leadweltcup dominiert hat, musste sich zum ersten Mal in der WC Saison geschlagen geben.

Fotostrecke: Leadweltcup 2011 in Valence

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Fotos: © Heiko Wilhelm (OeWK)

Vor ausverkaufter Halle kletterten gleich vier Österreichische Damen in das Finale der besten Acht. Johanna Ernst, die bereits als zweite Starterin in das Finale ging, legte gleich eine beachtliche Höhe vor, die keine Athletin mehr überbieten konnte. Die junge Imsterin Katharina Posch kletterte als einzige an die Leistung von Ernst heran und erreichte mit dem 2. Platz ihr bestes Weltcupergebnis.

Weltmeisterin Angela Eiter verpasste das Podium nur um wenige Zentimeter und musste sich mit dem vierten Platz begnügen. Magdalena Röck rundete mit einem 7. Platz das tolle mannschaftliche Ergebnis der Damen ab.

Johanna Ernst:
"Einfach Wahnsinn! Nach Colorado den zweiten Saisonsieg. Das macht richtig Spaß und hungrig auf mehr."

Katharina Posch:
"Endlich hat's wieder geklappt, nach den letzten Bewerben fing ich ganz schön an zu grübeln."

Bei den Herren ist Jakob Schubert seit Wochen der Gejagte. Dementsprechend groß war das mediale Interesse rund um den Innsbrucker. Sieben Weltcupsiege in Folge hat bisher noch keiner vor ihm geschafft.

Nach einem tollen Einstig in die Finalroute rutsche Schubert in etwa in der Mitte der Route der Fuß vom Tritt sodass er sich an den kleinen Griffen nicht mehr festhalten konnte. Der Weltmeister aus Spanien Ramon Julian Puigplanques, der ebenfalls Schwierigkeiten mit der Route hatte, erreichte die höchste Weite und entschied den Bewerb für sich.

Mit dem sechsten Platz in Valence reißt zwar eine der beeindruckendsten Serien im Klettersport, dennoch darf sich Schubert sowohl über den Lead Weltcup als auch über den Overall Weltcup 2011 freuen.

Schubert resümierte: "Es ist ärgerlich, das war meine Route und vor diesem Publikum wollte ich unbedingt zeigen was ich kann. Die Platzierung ist dabei nur zweitrangig. Mir war aber klar, dass meine Serie irgendwann reißen wird. Ramon ist ein verdienter Sieger!"

Ergebnis Damen
1. Ernst, Johanna, 1992, AUT
2. Posch, Katharina, 1994, AUT
3. Chereshneva, Yana, 1989, RUS
4. Eiter, Angela, 1986, AUT
5. Markovic, Mina, 1987, SLO
6. Vidmar, Maja, 1985, SLO
7. Röck, Magdalena, 1994, AUT
8. Kim, Jain, 1988, KOR

Ergebnis Herren
1. Julian Puigblanque, Ramón, 1981, ESP
2. McColl, Sean, 1987, CAN
3. Amma, Sachi, 1989, JPN
4. Tauporn, Thomas, 1991, GER
5. Schubert, Jakob, 1990, AUT
6. Romain, Manuel, 1988, FRA
7. Supper, Gauthier, 1990, FRA
8. Desgranges, Romain, 1982, FRA