Bis
zu letzt war diese Expedition hart.. Nach dem Gipfel, dem Abstieg und
dem Gipfelversuch von Jacek und Darek, welche wegen der
unmöglichen Winde und der eisigen Temperaturen aufgeben mussten,
hat es begonnen zu schneien und dann hielt das Schlechtwetter an.
Deshalb haben wir entschlossen nach Nyalam, unserem Ausgangspunkt beim
Trek, abzusteigen und von dort mit den Jeeps nach Kathmandu zu fahren.

Am Abend vor dem Abenteuer jedoch, blieb unsere Küchenhilfe
Chiring nach einem Ausflug ins ABC, wo er die letzte Dinge
abtransportieren wollte, ausfindig…. Sofort hatten wir Alarm und so
sind wir in der Nacht bei Sturm auf suche des Verschollenen gegangen.
Wir dachten schon an das Schlimmste, denn die Temperaturen waren echt
eisig und es war viel Schnee gefallen. Glücklicherweise hatte
Chiring zwei Stunden vom Basislager entfernt ein Biwak organisiert, als
er seiner misslichen Lage bewusst wurde. Aber wir hatten eine echt
schlechte Nacht verbracht, als unsere Suche erfolglos blieb….

Am nächsten Tag waren wir wieder gut gelaunt, als am Morgen
Chiring gesund und munter ins Basislager eingetroffen ist, doch bald
sollte ein weiteres dramatisches Abenteuer beginnen. Um 12:30 Uhr sind
wir vom Basislager auf 5200 m aufgebrochen; Ziel Nyalam 3750 m und 25
km entfernt. Keiner von uns hätte je gedacht, dass wir uns nach
einigen Stunden im Sturm bei – 30 Grad, im Nebel und mit Schnee, der
uns häufig bis zum Bauch reichte, befinden würden!!! 14
Stunden dauerte der Kampf, bevor wir heil, aber mit leichten
Erfrierungen in Nyalam eintrafen. Mein kleiner Finger ist erfroren und
schwarz und in den anderen fehlt mir teilweise die Sensibilität.
Die anderen waren nur äußerst ermüdet und haben leichte
Erfrierungen im Gesicht (die ich auch habe…)

Mehr als einmal landeten wir in den eisigen Gewässern der
Bäche, welche von einer dünnen Eisschicht und von Schnee
verdeckt auf uns lauerten. Andere male war der Schnee so tief und so
pulvrig, dass wir kaum vorankamen. Um 3:30 Uhr Pekingzeit haben Piotr
und ich die Herberge erreicht, von der wir einen Monat zuvor gestartet
waren. Die anderen trudelten einer nach dem anderen ein, Jan zuletzt.
Den Augen der Leute war zu entnehmen, dass wir keinen schönen
Anblick boten…

Am nächsten Tag brachte uns ein Jeep nach Zangmu, an die Grenze zu
Nepal. Dort genossen wir drei Stunden lang Sauna und Dusche!!!

Heute sind wir in Kathmandu angelangt. Eine weitere Dusche und
während dieses Abenteuer dem Ende zugeht bereiten wir uns auf ein
vorzügliches Abendessen vor. Ich werden ein riesiges Steak essen
und die Rückkehr zum Komfort feiern!

P.S. :
Am 20. Jänner wurde uns schriftlich von der CTMA unser Gipfel, mit
dem Satz „first winter summit“ als erste Winterbesteigung des Shisha
Pangma von Simone Moro ITA und Piotr Morawski POL bestätigt.

Simone Moro