Stefan Glowacz
und Robert Jasper brechen im Oktober 2005 zum dritten Mal nach
Patagonien auf. Ziel der beiden Spitzenkletterer ist die Erstbegehung
des Murallón-Nordpfeilers. Der Murallón ist ein 2.831
Meter hoher Eis- und Granitberg, dessen Nordwand sich über 1.000
Meter aus dem patagonischen Inlandeis erhebt.

Drei Gründe machen ihn zu einem extrem außergewöhnlichen Ziel:

1. Seine Lage:
Auf
dem patagonischen Inlandeis, drei Tagesmärsche von jeglicher
Zivilisation entfernt, sind die Bergsteiger vollkommen auf sich allein
gestellt.

2. Seine Ausgesetztheit:
Wochenlang
können die patagonischen Stürme, bis zu 200 Stundenkilometer
schnell, jegliches Vorwärtskommen und Rückkehr in die
Zivilisation verhindern.

3. Seine Nordwand:
Wie
eine gigantische Welle ragt die über 1000 Meter hohe Wand aus dem
ewigen Eis auf. Die Gipfelwand ist mehr als drei Seillängen lang
extrem überhängend bevor sie sich wieder etwas
zurückneigt.

Murallón Episode I. und II.:
Bereits
in den Jahren 2003 und 2004 waren Glowacz und Jasper am Murallón
unterwegs. 2003 gelang ihnen die Route „The Lost World“ (7+/M8) und
damit die vermutlich dritte Besteigung des Berges. Während dieser
Erstbegehung entdeckten sie die Linie, für die sie schon 2004
enorme Strapazen auf sich nahmen. In sechs Klettertagen eröffneten
sie 21 Seillängen: Davon bieten 17 Seillängen Freikletterei
(9/9+), vier technisch erstbegangene (A2) sollen noch befreit werden.
Glowacz und Jasper verwendeten keine Bohrhaken. 250 Meter unterhalb des
Ausstiegs mussten sie aufgrund des schlechten Wetters ihren Versuch
aufgeben. Eine drei Wochen lang anhaltende Schlechtwetterperiode
ließ ihnen keine Chance auf einen Gipfelerfolg.

Murallón Episode III.:
Wie
bereits vor 2 Jahren, betreten Glowacz und Jasper, begleitet von
Hans-Martin Götz und dem Fotograf Klaus Fengler, über die
Estancia Cristina vom Süden her das patagonische Inlandeis.
Vorausgesetzt das Wetter hält, schleppen sie ihr gesamtes
Gepäck mit Hilfe argentinischer Freunde, in mehreren Etappen an
den Wandfuß des Murallón. In einer Eishöhle richten
sie ihr Basislager für die kommenden beiden Monate ein.
Spätestens dann weicht die Vernunft der Leidenschaft: Denn nur mit
Passion kommt man drei Mal nach Patagonien. Drei Mal an den
Murallón. Drei Mal an dessen Nordwand. Und nur mit Passion wird
bei drei Mal alles gut.

Hintergundtext und Expeditionstagebuch ab 30. Oktober auf www.glowacz.de

Siehe auch:
Die 2te Murallon Expedition von Stefan Glowacz und Robert Jasper
Stefan Glowacz und Robert Jasper erneut am Murallon in Patagonien
Der Murallon ist erreicht – Glowacz und Jasper erfolgreich
Murallon Expedition: Glowacz und Jasper zum Warten verurteilt
Der Murallón: Eine Expedition ins Epizentrum der Elemente
www.glowacz.de
www.robert-jasper.de


Auf dem Gipfel im Jahr 2003
Stefan Glowacz und Robert Jasper