Erster Outdoor-Kletterwettbewerb Deutschlands in traditionellen Routen

Red Bull Steinkönig 2008
31.07. – 03.08.2008
Nationalpark Sächsische Schweiz

Im Elbsandsteingebirge findet vom 31. Juli bis 03. August erstmals in Deutschland ein  Kletterwettkampf an natürlichem Fels und in traditionellen Routen statt. An der Geburtsstätte des Freikletterns stellen sich zehn Seilschaften in einem zweitägigen Wettbewerb den körperlichen und mentalen Herausforderungen anspruchsvoller Sachsenrouten. Auf dem Weg von der Bastei (Rathen) zur Festung Königstein gilt es, im Elbsandstein zu bestehen und Red Bull Steinkönig zu werden. Interessierte Zweierteams können sich vom 31. März bis 30. April unter www.redbullsteinkoenig.de um die zehn Startplätze bewerben. Das Event wird unterstützt von den weltbekannten Kletterern Stefan Glowacz, David Lama und Kilian Fischhuber.

So einzigartig wie die Landschaft der Sächsischen Schweiz ist ihre Klettergeschichte. Im Klettereldorado an der deutsch-tschechischen Grenze entwickelte sich vor über 100 Jahren der Geist des Freikletterns. An bizarren Felsnadeln und bis zu 90 Meter hohen Sandsteintürmen verzichteten Kletterer Ende des 19.Jahrhunderts erstmals auf Leitern, Steigbäume und das Schlagen von Tritten oder Griffen. Sie vertrauten ausschließlich ihrer Kraft und ihren mentalen Fähigkeiten. Auf den Mönch nahe der Bastei ist im Jahre 1874 die erste Besteigung unter bewusster Ablehnung künstlicher Hilfsmittel dokumentiert. An diesem historischem Ort startet der Red Bull Steinkönig und setzt ein Zeichen für die Synthese von Muskelkraft und psychischer Stärke, schafft Raum für Abenteuer.

Zehn Seilschaften stellen sich der Herausforderung und durchqueren die Sächsische Schweiz mit ihren über 1100 freistehenden Felstürmen. Auch Slacklining, Mountainbiking, eine Kajakfahrt und ein Berglauf fließen in die Bewertung ein. Doch im Mittelpunkt stehen die Besonderheiten des Sächsischen Kletterns: Der psychische Anspruch einer Route wird neben den Einzelzügen als gleichwertige Herausforderung angenommen. Ringe haben einen Mindestabstand von drei Metern, oft verlässt man sich auf Knotenschlingen. Klemmkeile, Friends und Magnesia dürfen nicht verwendet werden. Diese Regeln dienen dem Schutz des weichen Sandsteins. Und sie machen das sächsische Klettern aufregend anders. Zielpunkt des zweitägigen Wettbewerbs ist die Festung Königstein. Wer als erster die Mauerkrone erreicht, wird gekrönt: Zum Red Bull Steinkönig!

Zweierteams können sich ab 31. März unter www.redbullsteinkoenig.de bewerben. Eine Expertenjury um Kletterlegende Stefan Glowacz lädt zehn Seilschaften ein, die zunächst in einem dreitägigen Workshop von Locals mit sächsischen Kletter- und Sicherungstechniken vertraut gemacht werden. Beim Event müssen diese dann zwei Tage lang ihre Kletterfähigkeiten zwischen Bastei und Festung Königstein unter Beweis stellen.

Das Siegerteam darf sich einen Traum erfüllen – es gewinnt ein Kletterwochenende an einem Traum-Spot gemeinsam mit Stefan Glowacz und Kilian Fischhuber. Zudem erhält die Seilschaft einen einjährigen Ausrüstervertrag von VAUDE.

Beim Red Bull Steinkönig werden Können und Selbstvertrauen der Seilschaften auf eine harte Probe gestellt. Teamgeist und gegenseitige Unterstützung sind dabei genauso wichtig wie Kraft und Technik. Denn bei schwierigen Passagen mit weiten Sicherungsabständen ist ein motivierender Partner entscheidend. Nur gemeinsam können die besten Red Bull Steinkönig werden und nicht zuletzt geht es um Zuverlässigkeit und Freundschaft.

Weitere Informationen zu einem späteren Zeitpunkt unter www.redbullsteinkoenig.de