Der Spiegel 38/2004
In der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins Der Spiegel
findet man doch tatsächlich einen Artikel über die Huberbuam
– Alexander und Thomas Huber. Überhaupt im Spiegel als
Bergsportler Erwähnung zu finden, gelingt nicht vielen und dann
auch noch über etwas mehr als zwei Seiten nebst Fotos – das ist
schon etwas Besonderes. 

Leider vergeht dem fachkundigen Leser die Lektüre ein klein wenig,
denn selbst ein Spiegel-Autor schreckt nicht vor griffigen
Platitüden zurück, wie etwa „… die sich wie Spiderman […]
bis zum Gipfel voranarbeiten“ oder verfällt teilweise in
Groschenroman-Prosa, wenn er formuliert: „Wie immer waren die
Brüder ohne T-Shirt geklettert, ihre muskulösen
Oberkörper glänzten schweißgebadet im gleißenden
Abendlicht.“ *schmacht*

Auf der anderen Seite muss man aber auch Verständnis für den
Autor (ja – es handelt sich um einen Mann) aufbringen, denn einer
mehrheitlich unwissenden Leserschaft die Leistungen der Huberbuam nahe
zu bringen, ist sicherlich kein leichtes Unterfangen.

Mein Fazit:
Wenn man über die verkorksten Passagen wohlwollend hinwegliest,
dann handelt es sich eigentlich um einen ganz netten Artikel, der die
Huberbuam im hellsten Licht erstrahlen lässt. Wenn dann auch noch
Reinhold Messner mit den markigen Worten zitiert wird: „Tomas und
Alexander haben das Klettern neu erfunden“, dann haben sie sich
auch diesen Artikel im Spiegel redlich verdient…

Siehe auch:
www.spiegel.de
www.huberbuam.de