"Assassin, monkey and man" ist die Geschichte einer nahezu romantischen Beziehung zwischen einem, auf den ersten Blick nicht unbedingt ästhetisch anmutenden Stück Fels und seines, in die Jahre kommenden Erschließers.

Nach einer fast 2 Jahre andauernden Boulderpause ist der Stier von Kochel doppelt gehandicapt: einst der stärkste Boulderer weit und breit, schnappt er jetzt nicht nur langsamer als früher, sondern scheint auch nichts mehr Neues vor der Haustür finden.

Eigentlich steht er schon vor dem Ende seiner Amtszeit als Boulderstier von Kochel und ist im Begriff, die atlantischen Boulderhemisphären nach erfolgreicher 10-jähriger Verwaltung entgültig zu verlassen.Kurz vor der Jahreswende erlangt ihn jedoch die Gewissheit, dass ein, von ihm 2 Jahre zuvor gelöstes Problem, "Bokassa's Fridge", noch solange auf seine Verlängerung nach oben und unten warten würde, bis es entgültig "besiegt" ist.

Da Toni nicht den Rest seines Lebens vor diesem letzten "Gegner" davonlaufen möchte, tritt der Boulderrentner mit ungeahnten Kräften aus dem Ruhestand hervor und die jahrzehntelange Liason zwischen Toni und der Atlantiswand wird aufgefrischt..Als der neue Ausstieg Ende Januar gefallen ist, und Toni den Absprung in den sicheren Tod durch Plateau-Bauten beseitigt hat, macht er sich unerschrocken über den um ebenfalls 6 Züge erweiterten Startboulder her. Angespornt durch die Wiederholungen der neuen, jungen Kochel-Szene geht auch Toni mit alter Borniertheit wochenlang an sein Projekt. Zug um Zug wird dieses allmählich zur Geduldsprobe.

3 Monate und 36 Klettertage später ist es dann soweit: Nachdem der " Assassin" eines Abends alleine ist, wird er von Toni in einem dramatischen Showdown besiegt. Am Ende bleibt die Frage übrig, ob Toni jetzt die " Stier-von-Kochel-Auszeichnung" wegwerfen wird, da ihm klar geworden sein dürfte, dass dieses letzte Aufbäumen gegen die neue Generation irgendwann ein Ende haben wird ….

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