Beim Klettern handelt es sich um eine beliebte Sportart. Dabei werden die Muskeln des gesamten Körpers trainiert. Das bedeutet, dass sich Kraft und Ausdauer stetig verbessern. Klettern erfordert zudem Geschick und Körperbeherrschung. Aus diesem Grund hält das Klettern immer wieder neue Herausforderungen bereit.

Martin Joisten in 'Mr. Serious' (V8) in Hueco Tanks, TX, USA (c) Archiv Joisten
Martin Joisten in "Mr. Serious" (V8) in Hueco Tanks, TX, USA (c) Archiv Joisten

Zu den bekannten Trends beim Klettern gehört das Bouldern. Kaum zu glauben, dass viele Menschen ausgerechnet beim Bouldern ihre Höhenangst verloren haben. Das liegt an den Besonderheiten dieser Klettersportart.

Körperliche Leistungsgrenzen beim Bouldern überwinden

Der Begriff „boulder“ wird mit Felsblock übergesetzt. Die Meisten denken dabei an scharfkantige Felsgesteine, steile Abhänge und tiefe Schluchten. Der Felskletterer kämpft sich mühsam vorwärts. Jeder Schritt erfordert genaue Abwägungen. Kurz: Es geht um Leben oder Tod. Glücklicherweise hat das Bouldern nichts mit solchen riskanten Kletteraktionen gemeinsam. Dennoch sind die Anforderungen an Kraft, Geschick und Ausdauer groß. Wie beim Klettern mit Seil wird der Sportler an seine Leistungsgrenzen gebracht. Darüber hinaus sollen sich die körperlichen Grenzen stetig nach oben verschieben. Dabei beinhaltet ein „Boulder“ in der Regel nicht besonders viele Kletterzüge. Doch diese Kletterzüge haben es in sich. Der Kletterer muss sich genau auf seine Bewegungen konzentrieren und immer wieder neue Abläufe lernen.

Bouldern gegen die Höhenangst

Dennoch ist das Bouldern auch für Anfänger geeignet. Menschen mit Höhenangst haben beim Bouldern die Chance ihre Angst zu überwinden. Zweifellos wurde dem Menschen die Höhenangst von der Natur mitgegeben, um ihn vor Gefahren zu schützen. Schlecht ist, dass die Angst auch dann auftritt, wenn keine Gefahr droht. Mit schlotternden Knien klettert es sich nicht gut, denken sich viele Menschen mit Höhenangst, um jeden Versuch zu vermeiden. Diese Menschen kennen das Bouldern nicht. Es ist wie gemacht für Kletterneulinge und Angsthasen.

Ohne Gurt geht’s hoch hinaus

Geklettert wird ohne Sicherheitstechnik und Gurt. Der Boden ist mit sicheren Matten ausgelegt. Der Kletterer zieht sich an den Felsunebenheiten Stück für Stück hoch. Über die Route entscheidet er selbst, indem er die Griffe und Tritte zielgerichtet auswählt. Für noch mehr Halt an den Klettergriffen sorgt flüssiges Magnesia, ein neuartiges Gel, welches laut sportnahrung-engel.de aus völlig natürlichen Zutaten hergestellt wird und speziell für die Verbesserung der Halte- und Griffkraft entwickelt wurde. Mit Hilfe dieses Gels werden die Hände trocken gehalten und geschont. Hinderliche Blasen haben dadurch keine Chance.

Bouldern: Effektiver Einsatz in der Psychotherapie

Nicht nur die Route kann vom Kletterer bestimmt werden. Entscheidungsfreiheit besteht auch hinsichtlich der Höhe. Menschen mit Höhenangst können sich beim ersten Mal dicht am Boden entlang hangeln. Danach wird die Höhe Schritt für Schritt gesteigert. Das Beste dabei ist, dass absolut nichts passieren kann. Der Fall erfolgt immer auf weichen Grund. Die Höhenangst wird so fast spielerisch überwunden. Und so ist es nicht überraschend, dass das Bouldern heute immer häufiger im Rahmen der Psychotherapie Anwendung findet. Therapeuten gehen mit ihren Therapiegruppen zum Bouldern. Die schnellen Fortschritte an der Kletterwand zeigen den meist depressiven und traumatisierten Patienten, wie leicht sich Ängste überwinden lassen. Dadurch steigt der meist geringe Selbstwert der Patienten enorm. Viele finden im Bouldern ein neues Hobby.