Bundesjugendleitertag 2015 der JDAV in Tübingen

Eine umfangreiche Tagesordnung haben die rund 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am 26. und 27. September 2015 beim Bundesjugendleitertag der Jugend des Deutschen Alpenvereins (JDAV) in Tübingen bewältigt.

Abstimmung im Rahmen des Bundesjugendleitertags in Tübingen. (c) Ben Spengler
Abstimmung im Rahmen des Bundesjugendleitertags in Tübingen. (c) Ben Spengler

Die Themen reichten von der Verabschiedung einer neuen Bundesjugendordnung – verbunden mit der Einführung einer geschlechterparitätischen Doppelspitze – bis hin zur Einsetzung einer Arbeitsgruppe „Jugendarbeit mit Geflüchteten“. Über 25 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der Sektion Tübingen organisierten die Veranstaltung in der Eberhard Karls Universität Tübingen.

Sunnyi Mews und Richard Kempert in die Bundesjugendleitung gewählt

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stimmten am Sonntagvormittag nach intensiven Beratungen mehrheitlich der vollständig überarbeiteten Bundesjugendordnung zu. Dort ist auch die Einführung einer paritätischen Doppelspitze auf Bundes- und Landesebene verankert, die unter anderem vorsieht, dass die JDAV zukünftig von einer Bundesjugendleiterin und einem Bundesjugendleiter an der Spitze geführt wird.

Fünf stellvertretende Vorsitzende unterstützen sie dabei. Die Einführung der Doppelspitze und ein klarer Aufgabenzuschnitt für die Stellvertreterinnen und Stellvertreter ist auch eine Reaktion auf das immer größer werdende Themenfeld, das die JDAV bearbeitet.

Die Bundesjugendordnung muss von der DAV Hauptversammlung im November 2015 in Hamburg bestätigt werden.

Neu in die Bundesjugendleitung wurden Sunnyi Mews (23) aus der Sektion Essen und Richard Kempert (21), Sektion Jena, gewählt. Sie folgen Maximilian Hübner und Karin Lippelt, die zum Bundesjugendleitertag aus persönlichen Gründen von ihrem Amt zurückgetreten waren.

Für Vielfalt in der JDAV

Der Bundesjugendleitertag fasste einen Grundsatzbeschluss für Vielfalt und gegen jede Form von Rassismus und Gewalt und setzte eine Arbeitsgruppe ein, die gemeinsam mit dem DAV die Aufgabe hat, konkrete Maßnahmen zum Thema „Jugendarbeit mit Geflüchteten“ zu erarbeiten.

Nachhaltiges Sponsoring

Heiß diskutiert wurde auch im Rahmen des Tagesordnungspunktes Sponsoring. Nachdem derzeit die Zusammenarbeit des DAV mit einem Partner aus der Automobilbranche innerverbandlich kontrovers diskutiert wird, positionierte sich die JDAV in dieser Frage und sprach sich mit großer Mehrheit gegen eine Kooperation des DAV mit der Automobilbranche aus. Zudem beauftragte der Bundesjugendleitertag eine Projektgruppe, die ein Sponsoringkonzept für die JDAV unter besonderer Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien erarbeiten soll.

Inklusion

Mit breiter Mehrheit sprach sich der Bundesjugendleitertag dafür aus, die Inklusion im Verband zu fördern und voran zu treiben. Hierzu sollen insbesondere Maßnahmen zur Unterstützung der Sektionen im Aufbau von inklusiven Gruppen entwickelt und umgesetzt werden. Die JDAV soll beim Thema Inklusion weiterhin dem DAV als Vorbild und Impulsgeber vorangehen.