Dr. Carl-Hermann Bellinger
8. Dezember 2003 – ein historisches Datum für den DAV Nordrhein-Westfalens

Jahrelange zähe Verhandlungen mit teilweise herben
Rückschlägen haben ein Ende! Auf der Hauptausschuss-Sitzung
des Landessportbundes NRW, die am 8. Dezember in der Aula der
Sportschule Wedau in Duisburg stattfand, stimmten die Delegierten
einstimmig ohne Enthaltung dem Antrag des Deutschen Alpenvereins,
Landesverband NRW, zu, in den Landessportbund als ordentliche
Mitgliedsorganisation aufgenommen zu werden.

In seiner kurzen Begrüßungsrede an die Delegierten machte
der Vorsitzende des DAV-Landesverbands Dr. Carl-Hermann Bellinger
deutlich, dass der Alpenverein auch ein Sportverein ist. Der Bergsport
mit seinen vielen Varianten fordert zu Höchstleistungen heraus,
die ohne ein regelmäßiges sportliches Training nicht zu
leisten wären. Seit vielen Jahren, so Bellinger, bekommt
insbesondere das Sportklettern immer mehr Anhänger. Seine Variante
für die Hochleistungskletterer, das Wettkampfklettern, hat schon
lange einen festen Platz im Sportkalender.

Einen vorläufigen Höhepunkt wird das Wettkampfklettern im
Jahre 2005 erhalten, wenn im Rahmen der World Games der DAV in Duisburg
die Sportkletter-Wettkämpfe ausrichten wird. Unter kräftigem
Applaus der Delegierten, der das anschließende
Abstimmungsergebnis bereits erahnen ließ, bedankte sich Bellinger
für die Einladung zur Hauptausschusssitzung und wünschte sich
im Namen des DAV, dass das jahrelange Ringen um die Mitgliedschaft zum
LSB nun zu einem erfolgreichen Ende gebracht werden könne.

Im Rahmen der Hauptausschusssitzung wurde dann bekannt, dass die
Regierungskoalition von SPD und Grünen im Düsseldorfer
Landtag die ursprünglichen Sparpläne der Landesregierung
für den Sport nachbessern will. Die heftigen Proteste, die durch
die Ankündigung ausgelöst worden waren, die
Übungsleiterpauschale gänzlich zu streichen, hatten die
Landesregierung unter Zugzwang gesetzt. Nun ist ein Kompromiss in
Sicht. Danach soll die Sportpauschale zur Förderung der
Übungsarbeit in den Vereinen nun nicht komplett gestrichen,
sondern lediglich von 9,5 Mio EUR auf 7 Mio EUR gekürzt und vor
Ort an die Vereine verteilt werden. Die Pauschale für die
Sportstättenförderung nach dem Gemeindefinanzierungsgesetz
soll von den ursprünglich vorgesehenen 27 Mio EUR auf 50 Mio EUR
aufgestockt werden.

Damit wird auch der DAV erstmalig die Möglichkeit haben,
Anträge an den großen Geldtopf des LSB zu stellen. Bleibt zu
wünschen, dass nun eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen LSB und
DAV zum Wohle der Sportler entsteht.

Siehe auch:
www.sportklettern-nrw.de