Die
Pläne der Landesregierung ein großflächiges
Biosphärengebiet auf der Schwäbischen Alb auszuweisen nehmen
langsam Gestalt an. Biosphärengebiete sind in verschiedene
Nutzungszonen unterteilt, wobei 3% als Kernzone ausgewiesen werden
müssen. Eine Kernzone stellt die höchste Schutzklasse
innerhalb eines Biosphärengebietes dar, in welcher jegliche
Nutzung ausgeschlossen sein wird.

Das geplante
Biosphärengebiet soll sich von Schopfloch bis Pfullingen
erstrecken, wobei es sich nicht um eine zusammenhängende
Fläche handelt, sondern vielmehr um einen Flickenteppich der aus
Pflege- und Kernzonen besteht. Erste Vorschläge für Kern- und
Pflegezonen wurden von den Regierungspräsidien bereits erarbeitet,
und werden derzeit mit den betroffenen Gemeinden diskutiert.

In
einer ersten Übersichtskarte sind im Bereich der Schopflocher und
der Uracher Alb zahlreiche Kletterfelsen in ausgewiesenen Pflege- und
Kernzonen zu sehen, was das für den Klettersport bedeuten
könnte ist derzeit aber völlig offen. In
Biosphärengebieten sind theoretisch die gleichen
Ausnahmeregelungen zur Ausübung des Klettersport möglich wie
sie bislang für Kletterfelsen in Landschafts- und
Naturschutzgebieten gelten. Man darf aber annehmen das der eine oder
andere Fels, um eine entsprechend unberührte (ungenutzte) Kernzone
zu erhalten, zur Diskussion stehen dürfte.

Nach ersten
Informationen von Behördenvertretern liegt es nicht im 
Interesse der Ämter an den bestehenden Regelungen
grundsätzlich etwas zu ändern, für den Fall einer
möglichen Sperrung wurde für entsprechende Einzelfälle
Gesprächs- und Verhandlungsbereitschaft signalisiert. Die
Vertreter der Bergsportverbände (AKNs) sollen in den nächsten
Monaten in die weitere Planung einbezogen werden.

Die IG Klettern hat die ersten notwendigen Schritte eingeleitet und  wird die weitere Entwicklung sorgsam beobachten.

Auf unserer Homepage werden wir euch künftig im Bereich „Thema“ weiter aktuell informieren.

IG Klettern Schwäbische Alb


Siehe auch:
www.ig-klettern-alb.de