EOG Jahreshauptversammlung: Outdoor Branche präsentiert sich die dynamisch und zukunftsorientiert

Im Vorfeld der ISPO fand in München die Jahresversammlung der European Outdoor Group (EOG) statt. Bei ihrem Treffen zeigten die fast 90 Führungskräfte der größten Outdoor-Marken Europas, wie dynamisch sich die Branche und der Fachverband entwickeln. Der Vorstand und die Geschäftsleitung der EOG haben auf der Versammlung die Arbeit der letzten zwölf Monate vorgestellt und einen Ausblick auf 2014 gegeben.

Rolf Schmid - CEO von Mammut Sports Group (c) Moritz Becher Rolf Schmid (CEO von Mammut Sports Group) wurde für 2014-2015 zum Präsidenten der EOG gewählt und löste damit David Udberg ab. Im Rahmen der Versammlung wurde fein Beschluss gefasst, der prinzipiell vorsieht, die Mitgliedschaft der EOG zu öffnen und auch Händler aus dem Outdoor-Bereich zuzulassen.

Der neue Präsident Rolf Schmid dazu:

"Die Outdoor-Branche entwickelt sich nach wie vor rasant weiter – hin zu mehr Professionalität, Internationalität und einem klaren Profil. Dies ist durchaus positiv zu sehen, bringt aber auch anspruchsvolle Herausforderungen mit sich. Daher hat die EOG ihre Planung und Strategie so gestaltet, dass wir unsere Branche auch weiterhin wirksam vertreten und unterstützen können. Ein ganz wesentlicher Schritt für unsere Organisation war dabei die Entscheidung, in Zukunft auch den Handel in unseren Verband zu integrieren. Insbesondere in den Bereichen der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen (CSR) und Nachhaltigkeit liegen große Herausforderungen vor uns. Zudem liegt es im Interesse aller, noch mehr Menschen für Outdoor-Aktivitäten zu begeistern und zusammen können wir hier schneller vorankommen."

Die EOG-Aufnahmekriterien für Händler sollen jetzt von einer Arbeitsgruppe entwickelt werden und werden dann im zweiten Halbjahr 2014 bekanntgegeben. Stattgefunden hat die Jahresversammlung der EOG am Samstag, den 25. Januar, in der Messe München.Auf der Tagesordnung standen Neuigkeiten, Diskussionen und Vorschläge zu einer ganzen Reihe von Themen wie Marktforschung, gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen (CSR), Nachhaltigkeit sowie die Wahl des EOG-Präsidenten, -Vizepräsidenten und der EOG-Vorstandsmitglieder.

Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen und Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen (CSR) sind weiterhin einer zentraler Bereich der von der EOG geleisteten Arbeit. Im Hinblick auf die CSR ist der Verband gut vorangekommen, sowohl bei seiner Arbeit im Bereich Rückverfolgbarkeit von Daunen als auch in seiner Zusammenarbeit mit der Fair Wear Foundation (FWF) bei Arbeitsbedingungen und dem anhaltenden Dialog mit anderen Nichtregierungsorganisationen. Auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit nimmt die EOG eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Higg-Index ein, sieht sich aber nach wie vor großen chemietechnischen Herausforderungen gegenübergestellt, die sie energisch vorantreiben will.

Wahl des Präsidenten, Vizepräsidenten und der Vorstandsmitglieder

Da der ausscheidende EOG-Präsident David Udberg mittlerweile keine Outdoor-Marke mehr vertritt, hat er nicht erneut kandidiert. Von den übrigen Vorstandsmitgliedern sind fünf wiedergewählt worden: Bernd Kullmann (Deuter, Deutschland), Eddy Codega (CAMP, Italien), Jean-Marc Pambet (Salomon, Frankreich), Martin Axelhed (Fjällräven, Schweden), und Rolf Schmid (Mammut Sports Group, Schweiz). John Jansen (KEEN, Niederlande) bleibt noch ein Jahr im Amt. Zudem wurde Richard Leedham (Berghaus, UK) in den Vorstand gewählt.

Auf Empfehlung von David Udberg und dem Vorstand wurde Rolf Schmid für zwei Jahre zum Präsidenten der EOG gewählt. Rolf Schmid hatte bereits in der Vergangenheit diesen Posten inne und ist somit mit der EOG bestens vertraut. Bernd Kullmann wurde in seinem Amt als Vize-Präsident bestätigt.

Mark Held, Generalsekretär der EOG, erklärt:

"Ich möchte David Udberg für seine Arbeit, die er viele Jahre lang für die EOG geleistet hat, danken. In seiner Funktion als Präsident des Verbandes hat er in Zeiten großer Umwälzungen stets herausragende Führungsqualitäten bewiesen. Bei der EOG sind ihm alle zu großem Dank verpflichtet und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute."

Marktprognose

Die EOG nutzte die Gelegenheit eines Zusammentreffens so vieler führender Vertreter der Outdoor-Branche zur Durchführung einer kleinen Umfrage zur Marktsituation. Auf die Frage hin, wie sich die Geschäfte 2013 insgesamt entwickelt hätten, gaben 40% an, dass ihre Erwartungen übertroffen wurden (bei 20% leicht und bei 20 % deutlich übertroffen), bei gerade einmal 30% entsprach die Entwicklung genau den Erwartungen und bei nur rund 30% blieben die Geschäfte leicht hinter den Erwartungen zurück. Im Hinblick auf die Aussichten für 2014 im Vergleich zu 2013 äußerten sich viele gleich zu Jahresbeginn optimistisch. Ganze 90% gehen von einer positiven Entwicklung der Geschäfte aus (wobei 55% mit einem leichten und 35% mit einem deutlichen Anstieg rechnen) und die restlichen 10% erwarten immerhin ähnliche Zahlen wie 2013.

European Outdoor Summit

Die ersten Einzelheiten zum European Outdoor Summit (EOS) 2014 wurden bekannt gegeben. Nach dem großen Erfolg des ersten von der Scandinavian Outdoor Group (SOG) ausgerichteten EOS in Stockholm mit über 300 Teilnehmern aus 15 Ländern findet die Veranstaltung dieses Jahr am 15. und 16. Oktober in der Nähe von München am Tegernsee statt. Das passt auch zu der von der EOG verkündeten Absicht, so viele Outdoor-Unternehmen wie möglich zu einer Teilnahme am EOS zu bewegen, um im Laufe der Zeit immer mehr Teilnehmer dazuzugewinnen. Die EOG und der Bundesverband der Deutschen Sportartikel-Industrie (BSI) in Deutschland arbeiten sehr engagiert an der Ausarbeitung des Programms. Weitere Einzelheiten werden bald bekanntgegeben.

Partnerschaft mit der ISPO

Die Partnerschaft der EOG mit der ISPO nimmt immer mehr Fahrt auf. Schon seit mehreren Jahren ist die ISPO der Partner der EOG in China, was zum großen Vorteil aller Beteiligten ist. Für die EOG war es eine große Ehre, bei der ersten Pressekonferenz der Outdoor-Branche auf der ISPO den Vorsitzenden und CEO der Messe München Klaus Dittrich begrüßen zu dürfen, der der Branche die Pläne für den asiatischen Raum vorstellte.