Am gestrigen Samstag Abend fand in Erlangen die Premierenparty des neuen Films von Hannes Huch „Rokbuk 1 – Made in Germany“ statt. Nach Schätzungen tummelten sich „gut 102“ geladene Gäste in freudiger Erwartung in den Räumlichkeiten des dortigen Rudervereins, während das ebenfalls vorhandene griechische Restaurant alle Besucher mit Speisen und Getränken versorgte.

Nach etwa zwei Stunden des „Chillens und Loungens“ startete der Abend mit PANICO Autor Peter Brunnert, der extra aus dem Hohen Norden angereist war, um sein für das Rokbuk verfasstes Essay mit viel Verve vorzutragen. Seine Gedanken zu den „Bauchfrei-Girlies und Jack-Wolfskin-Rouladen“ wurden vom Publikum frenetisch bejubelt und da wurde auch dem letzten im Saale klar, dass das Rokbuk neben der DVD auch tatsächlich ein Büchlein umfasst, in dem neben Peters Essay auch Informationen und Fotos zu den im Film vorkommenden Akteuren vorhanden sind.

Nach Peters Vorlage hatte Hannes natürlich einen vermeintlich schweren Stand, doch auch ihm gelang es im „Making of…“ Abschnitt das Publikum gekonnt zu unterhalten. Selbst die Hardcore-Premieren-Fans kamen auf ihre Kosten: Hannes zeigte erstmalig ein Video über die Begehung von „Corona“ 11+ durch Markus Bock, das nicht mehr im Rokbuk 1 untergebracht werden konnte, da die DVD zum Zeitpunkt der Begehung bereits gepresst war. Sei's drum! Hat Hannes eben schon Stoff für Rokbuk 2 😉

Im Anschluß daran folgte der Hauptfilm, der die Zuschauer ganze 85 Minuten prächtig unterhielt. Zwar wussten nur eingefleischte Kletterer ohne Kartenüberblick in welcher Region Deutschlands die Sequenzen gerade spielten, doch tat das dem überaus positiven Gesamteindruck keinen Abbruch. Man merkte, dass Hannes, Marion und Paul ihr Herzblut in den Film gelegt haben und mit viel Liebe zum Detail – insbesondere der gewählten Musik – zu Werke schritten.

Ich möchte mich jetzt nicht in einer Aufzählung von „Wer hat in dem Film was geklettert“ verlieren, sondern nur anmerken, dass mich die Interviews und Zitate der Protagonisten zusätzlich bestens unterhalten haben. Ein Kurt Albert beim Frühstück „morgens halb zehn in Deutschland“, der Hannes einen fränkischen Presssack mit „Gurrgn“ andrehen möchte, ein Norbert Bätz, der die fränkische Fahne gaaaanz hoch hält, ein Ralf Kowalski, der ein wenig grummelig darauf verweist, dass es noch viele nicht wiederholte harte Routen im Norden der Republik gäbe, ein Markus „Alphamann“ Bock, der sich als „Lakai“ fühlt, wenn er immer „machen soll“ oder eine Tina Böhmer, die mal gerne den „Tiger lernen“ möchte 😉

Daneben gibt es noch zahlreiche andere Einsichten von Marietta Uhden, Fabian Christof, Sarah Seeger, Thomas Willenberg, Christian Benk, Daniel Gebel oder den Bindhammer Brüdern. Eine runde und gelungene Sache, für die es vollkommen verdient sehr lang anhaltenden Applaus am Ende des Films gab. Gegen Mitternacht wurden dann noch einmal die Verstärker aufgedreht und zu Clubsounds konnte wer wollte sich bewegen…

Wer nun eine Rokbuk Vorführung selbst einmal anschauen möchte, der sollte sich schon mal die folgenden Termine notieren:

08.11.06: Globetrotter Köln
25.11.06: Bloc:Werk Hannover
15.12.06: B2 Basel

Noch nicht ganz sichere Termine:
09.12.06: Ingolstadt
07.12.06: Erlangen

Siehe auch:
MADE IN GERMANY, der neue Kletterfilm von LOWCUT | Hannes Huch
Bestellformular Rokbuk 1
„Made in Germany“ – Trailer 1 (MOV)
„Made in Germany“ – Trailer 2 (MOV)