Ein böses Ende fand die Klettertour dreier Männer aus Rheinland-Pfalz am Freitagnachmittag bei Königsfeld in der Fränkischen Schweiz.

Polizei SchriftzugDie drei Männer im Alter zwischen 29 und 53 Jahren kletterten gemeinsam im Treunitzer Klettergarten bei Königsfeld im Landkreis Bamberg.Plötzlich fiel ein 47-jähriger Mann rückwärts aus der Wand und trotz Sicherungsseil mehr als sechs Meter in die Tiefe.

Dort schlug er auf einem Felsvorsprung auf. Seine Kameraden konnten noch verhindern, dass er weiter nach unten stürzte. Da er keinen Helm trug, zog er sich neben mehreren Knochenbrüchen auch schwere Kopf- und Brustverletzungen zu. Er wurde in eine Spezialklinik gebracht.

Ein speziell ausgebildeter Beamter der Oberfränkischen Polizei für Berg- und Kletterunfälle kam an die Unglücksstelle und nahm den Unglücksfall auf.

In diesem Zusammenhang wird eine wichtige Zeugin gesucht: Sie ist ca. 30 – 35 Jahre alt und  kletterte zum Zeitpunkt des Absturzes in der Nähe auf einer Nachbarroute. Sie war anschließend auch maßgeblich an der Bergung des Verunglückten aus der Wand beteiligt.

Die Zeugin wird dringend gebeten, sich mit der Kripo in Bayreuth, Tel.: 0921/5060, in Verbindung zu setzen. Update: Mittlerweile wurden die Zeugen gefunden und dadurch ließ sich die Unfallursache zweifelsfrei klären. Wie sich herausstellte, hängte sich nach einem unkontrollierten Sturz des Vorsteigers die letzte Zwischensicherung (Expresse) aus dem Bühlerhaken aus. Durch die daraus resultierende Verlängerung der Sturzstrecke schlug der Kletterer auf einem Felsvorbau auf und wurde erheblich verletzt.