Mammut Project 360 liefert eindrucksvolle Tiefblicke vom Matterhorn

Mit faszinierenden Aufnahmen vom Hörnligrat und einer frei wählbaren Blickrichtung ermöglicht das Mammut Project 360 ab dem 26. November 2014 auf der Website www.project360mammut.ch eine neue Form der Tourenvorbereitung am Matterhorn – und gibt Nicht-Bergsteigern eine virtuelle Recherchemöglichkeit mit alpinem Touch. Eine Vielzahl weiterer beeindruckender Gipfel werden noch folgen.

Fotostrecke: Mammut Project 360: Mattterhorn

Fotos: © Mammut, concept 360, Christian Gisi

Virtuelle Realität auf den Spuren Edward Whympers

Die Seilschaft der Matterhorn-Erstbesteiger um Edward Whymper hat es sich wohl nicht träumen lassen, welchen Stellenwert ihr Gipfelerfolg auch 150 Jahre später einnehmen würde. Ihre Konzentration galt einzig und allein der Planung einer bergsportlichen Pionierleistung. Ganz davon abgesehen: Sie waren Alpinisten, keine Hellseher.

Und so konnten sie nicht ahnen, dass die Route auf den Schweizer Paradegipfel über den Hörnligrat mehr als ein Dutzend Jahrzehnte später erneut im Zentrum des Interesses der Bergsteiger-Welt stehen würde. Der Schweizer Bergsportausrüster Mammut, einer der Peak Partner bei den Festivitäten zum Matterhorn-Jubiläum, erweist dem eidgenössischen Vorzeigeberg anlässlich des Jubiläums in mehrfacher Hinsicht die Ehre.

Jüngst veröffentlichte Mammut ein Foto, das die spektakulär erleuchtete Route der Erstbegehung, den Hörnligrat, zeigt und in enger Zusammenarbeit mit den Zermatter Bergführern die Verbundenheit mit dem Matterhorn unterstreicht. Nun liefert Mammut mit dem Project 360 faszinierende Rundum-Aufnahmen aus Alpinisten-Sicht, direkt aus der Route:

Ausgestattet mit spezieller Kameratechnik am Alpin-Rucksack machten sich Stephan Siegrist und David Fasel im Frühsommer 2014 auf, den Hörnligrat aus neuem Blickwinkel festzuhalten. Die beiden Mammut-Alpinisten stellen mit der aussergewöhnlich gefilmten Besteigung eine Verbindung zur Pionierleistung von Whymper und seinen Kameraden her.Die Filmaufnahmen erlauben eine virtuelle Nachvollziehbarkeit der Besteigungsroute vor knapp 150 Jahren – auch für jene, die am Hörnligrat nie selber klettern werden…

Massgeschneiderte Technik für ein aussergewöhnliches virtuelles Erlebnis

Das Matterhorn ist ein weiterer berühmter Berg in den Schweizer Alpen, den Mammut für das Project 360 filmen liess: Mit atemberaubenden Aufnahmen aus der Eiger Nordwand erschloss der Schweizer Bergsportausrüster im vergangenen Sommer eine neue Dimension in digitaler Kartografie. Diese Dimension übertrug Mammut anlässlich des anstehenden Jubiläums der Erstbesteigung auch auf das Matterhorn. Beide Male ging dem gigantischen Projekt eine intensive Vorbereitung voraus.

Zusammen mit der Agentur Heye und dem Fotografen Matthias Taugwalder von Concept360 wurde Anfang 2014 das umfangreiche Vorhaben umgesetzt. Schnell war klar: Mit dem „Project360“ würden alle Beteiligten Pionierarbeit in Sachen digitaler Kartografie leisten. In Zukunft werden eine Vielzahl weiterer beeindruckender Gipfel folgen.

Entscheidend für das Project 360 war vor allem die technische Ausrüstung der Mammut Pro Team Athleten. Denn unabhängig von den Bildern vom Berg stand die Sicherheit der Athleten zu jeder Zeit an erster Stelle.Konkret bedeutete das: Die technische Ausrüstung für die Aufnahmen musste leicht sein und durfte weder ihre Bewegungen einschränken noch beim Klettern stören. Erste Herausforderung war daher die Auswahl der richtigen Kameratechnik und die Anbringung an einem klettertauglichen Rucksack.

In aufwendigen Probeläufen in Kletterhallen und den Schweizer Alpen wurden Modelle verschiedenster Hersteller getestet. Als beste Lösung erwies sich schliesslich ein 360°-Videosystem von GoPro, das mit insgesamt sechs Kameras auf ein Systemgewicht von knapp zwei Kilogramm kommt.Das System bietet auch während einer solchen Tour zahlreiche weitere Vorteile: Es überzeugt durch einfache Handhabung in unterschiedlichsten Klettersituationen. So ermöglicht ein automatisierter Auslöser auch Bilder an schwierigen Stellen der Route.

Ausserdem spricht für diese Lösung, dass das System unempfindlich gegenüber niedrigen Temperaturen in hochalpiner Umgebung ist. Doch erst die Integration in einen von Mammut speziell entwickelten Alpin-Rucksack machte die Kameratechnik klettertauglich.Auf Basis des Modells „Trion Nordwand“ entwarf die Entwicklungsabteilung des Schweizer Bergsportspezialisten einen Rucksack, der sowohl den alpinistischen als auch den technischen Anforderungen gerecht wurde.

„Street View“ in der dritten Dimension

Spektakuläre Bilder aus alpinen Klassiker sind nur ein Aspekt des „Project360“: Die aussergewöhnlichen Ansichten der Route tragen zu einem einmaligen und neuartigen Nutzer-Erlebnis bei und machen die Website zu einer Art vertikalem StreetView. Rolf Schmid, CEO von Mammut, ist persönlich begeistert von den Eindrücken:

„Mit ‚Project360‘ erweitern wir das, was Google mit Street View in Länge und Breite umsetzte: Wir eröffnen mit einer Tiefenansicht eine dritte Dimension – und das in einer weitaus höheren Qualität als bislang möglich.“ Besonders spannend: Auf Smartphones und Tablets lassen sich die 360°-Ansichten allein durch die Bewegung des Geräts steuern.